Der nächste Matchball soll sitzen

Auch der gegen Meschede eingewechselte Nils Hartmann (links) konnte dem SV 04-Spiel keine Impulse geben.
Auch der gegen Meschede eingewechselte Nils Hartmann (links) konnte dem SV 04-Spiel keine Impulse geben.
Foto: WP

Attendorn..  Die Fußball-Landesliga 2 geht auf die Zielgerade und spielt verrückt. Vor dem zweitletzten Spieltag können theoretisch noch vier Mannschaften absteigen. Und es streiten sich ebenfalls vier Teams um die Vize-Meisterschaft, die ebenfalls zum direkten Aufstieg reicht.

Mittendrin steckt der SV 04 Attendorn, der am Sonntag in Werdohl den nächsten Matchball im Kampf um den Klassenerhalt hat und diesen endlich nutzen will.

Vor dem „nächsten Endspiel” bei der FSV Werdohl hat SV 04-Trainer Lars Mebus alle möglichen Konstellationen durchgespielt. Seine Rechnung lautet: „Wir brauchen rechnerisch noch zwei Punkte, wegen der besseren Tordifferenz. Zwei Punkte in einem Spiel gibt es aber nicht. Deshalb müssen wir gewinnen, um es aus eigener Kraft zu schaffen.”

Nicht auf Dröschede verlassen

Lars Mebus warnt davor, sich auf Borussia Dröschede zu verlassen. Die Iserlohner spielen zeitgleich gegen den direkten Abstiegskonkurrenten SV Hüsten 09. Gewinnt Dröschede, ist Attendorn auch im Falle einer Niederlage in Werdohl gerettet.

Aber Vorsicht: Der SSV Meschede hat sich vor zwei Wochen mit einem 1:4 auf eigenem Platz gegen Hüsten so gut wie aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet.

„Wir wollen in Werdohl selbst etwas holen”, will sich Attendorns Trainer nicht von den anderen Ergebnissen abhängig machen. Allerdings weiß Lars Mebus, dass es zumindest für den Sonntag „ungünstigere Konstellationen” für seine Mannschaft geben könnte, die am letzten Spieltag Borussia Dröschede empfängt. Und ein Abstiegsendspiel gegen Dröschede, das dann noch selbst um den zweiten Aufstiegsplatz kämpft, will sich der SV 04 auf jeden Fall ersparen.

Bangen um Torjäger Hakan Firat

Werdohl hat mit dem 3:0-Sieg in Hüsten dafür gesorgt, dass der SV 04 Attendorn weiter mit vier Punkten Vorsprung in das Saisonfinale gehen kann. Und für die Mannschaft des scheidenden Trainers Alen Terzic geht es auch noch um etwas. „Werdohl braucht noch einen Punkt, um endgültig gerettet zu sein“, weiß Lars Mebus.

Den fehlenden Zähler wollen sich die Märkischen gegen die Hansestädter holen. Für zusätzliches Selbstvertrauen dürfte der 8:1-Kantersieg im Kreispokalfinale gegen den A-Ligisten TSV Lüdenscheid am Donnerstag gesorgt haben. Der SV 04 bangt um den angeschlagenen Torjäger Hakan Firat. Michael Kuhlmann (Knöchelverletzung) und Robin Entrup (Beckenprellung) fallen aus. Hasan Dogrusöz ist noch im fernen Aserbaidschan. Ali Genc kehrt nach seiner Sperre (zehnte gelbe Karte) beim 0:2 gegen Meschede in den Kader zurück.