Das ist der Gipfel der Kreisliga A

LWL-Kapitän Manuel Kolisch (vorne) ist beim Gipfeltreffen in Weltringhausen gefordert.
LWL-Kapitän Manuel Kolisch (vorne) ist beim Gipfeltreffen in Weltringhausen gefordert.
Foto: wp
Was wir bereits wissen
Showdown in der Kreisliga A. Das Gipfeltreffen am Sonntag in Weltringhausen ist das Fußballereignis an diesem Wochenende im Kreis Olpe.

Weltringhausen..  Ob Landesliga oder Bezirksliga: Die Fußballfans blicken auf den Kunstrasenplatz oberhalb von Windhausen. Denn dort fordert der Tabellenzweite SC LWL 05 den Spitzenreiter VfR Rüblinghausen heraus.

Vor dem Topspiel führt Rüblinghausen die Tabelle mit einem Punkt Vorsprung (51 gegenüber 50) an.

Duell der besten Torschützen

In Weltringhausen treffen auch die beiden besten Torschützen der Liga aufeinander. Mentor Hajdari hat für den VfR Rüblinghausen schon 24 Mal ins Schwarze getroffen. Auf dem zweiten Platz folgt LWL-Stürmer Sebastian Arens mit 22 Treffern. Es ist also alles angerichtet für das „Spiel des Tages“.

„Wenn Rüblinghausen bei uns gewinnt, wird es ganz schwer“, macht sich Gilbert Florath nichts vor. Auch wenn der Vorsitzende des gastgebenden SC LWL 05 betont, dass es „nicht um alles geht“. Denn beide Mannschaften sind immer wieder gegen vermeintlich schwächere Teams gestolpert. Besonders bitter in Erinnerung sind Florath die Niederlage und das Remis gegen RW Lennestadt und FC Lennestadt II. „Wenn wir nicht aufsteigen, dann sind die vier verlorenen Punkte gegen beide Lennestädter Klubs in der 90. Minute daran schuld“, ärgert sich der LWL-Vereinschef immer noch.

„Rüblinghausen verfügt über eine sehr erfahrene Mannschaft. Bei uns fehlen ein bis zwei erfahrene Spieler, die auch mal den Ball halten“, sieht Gilbert Florath den großen Unterschied zwischen den Aufstiegskonkurrenten.

Kein Grund zur Panik

An der Vereinsphilosophie des Sportclubs aus Windhausen, Lichtringhausen und Neu-Listernohl ändere das aber nichts. „Wir haben ein junges, ausbaufähiges Team, das uns sehr viel Spaß bereitet. Wir bauen weiter auf die Jugend und werden einen Teufel tun, teure auswärtige Spieler zu holen. Wir haben einen Drei-Jahres-Plan und mit Jörg Rokitte einen sehr erfahrenen Trainer. Wenn wir es in diesem Jahr nicht schaffen, haben wir noch ein Jahr“, sieht Florath „keinen Grund“, bei einem Nichtaufstieg im Sommer „in Panik zu verfallen“.

„Erst die Pflicht und dann die Kür“. Nach dieser Marschroute behandelt Gastgeber SC LWL 05 die beiden fußballerischen Leckerbissen am Sonntag gegen Rüblinghausen und am 29. April im Kreispokal-Halbfinale gegen Landesliga-Spitzenreiter SpVg Olpe. „Gegen Olpe kann unsere junge Mannschaft nur lernen“, freut sich Vorsitzender Gilbert Florath auf das Gastspiel des Fast-Westfalenligisten. Ob er es bedauert, dass die „Glücksgöttin“ seinem Verein nicht als Gegner den Lokalrivalen SV 04 Attendorn beschert hat? „Mit Olpe haben wir ein sportliches Traumlos gezogen“, ahnt Florath, dass es beim Aufeinandertreffen gegen den SV 04 richtig zur Sache gegangen wäre.

Schlüter: „Saison ist noch lang“

Auch Joachim Schlüter freut sich auf das Duell der Kreisliga-Spitzenteams. „Die Saison ist noch lang, es gibt noch viele Spiele“, wiegelt der 1. Vorsitzende des VfR Rüblinghausen angesichts der „Ausgeglichenheit der Klasse“ aber ab und erwartet keine „endgültige Entscheidung“ im Aufstiegsrennen. Von Drei- oder Fünf-Jahres-Plänen hält der Rüblinghauser im Übrigen nicht viel und verweist schmunzelnd „mit Blick auf den Osten“ auf die Erfahrungen der Planwirtschaft.

„Dass LWL das Kreispokal-Halbfinale erreicht hat, ist ein große Leistung und das Heimspiel gegen Olpe ein zusätzliches Geschenk“, verteilt Schlüter ein dickes Kompliment. Sein Kollege Gilbert Florath ist im Übrigen überzeugt, dass der Sieger der Partie LWL - Olpe am Ende auch den Kreispokal holt.