Bitterer als Hünsborn kann man nicht verlieren

Sebastian Braas erzielte das 1:1.
Sebastian Braas erzielte das 1:1.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Ohne etwas Zählbares im Gepäck musste Fußball-Landesligist RW Hünsborn die Rückreise aus Hohenlimburg antreten.

Hohenlimburg..  Mit 1:2 (0:0) verlor die Elf von Trainer Andreas Waffenschmidt und gewann die Erkenntnis, dass zumindest ein Punkterfolg möglich war. Besonders bitter: Der entscheidende Treffer fiel in der dritten Minute der Nachspielzeit durch ein Eigentor.

150 Zuschauer sahen zwei verschiedene Halbzeiten, wobei der erste Durchgang klar von den Gästen bestimmt wurde. Andreas Waffenschmidt, zeigte sich überrascht: „Damit hatte ich nicht gerechnet. Wir waren die überlegene Mannschaft mit den besseren Chancen.“ Doch mehr sollte für Rot-Weiß nicht herausspringen und so trauerte Waffenschmidt den vergebenen Möglichkeiten nach: „Zur Pause müssen wir klar mit 2:0 führen.“ In der Anfangsphase vergab Sebastian Braas die größte Chance, die vom stark parierenden SV-Torwart Langwald entschärft wurde.

Hohenlimburg nach Pause stärker

Im zweiten Durchgang verschoben sich die Spielanteile zu Gunsten der Hausherren, die nach einer passiven ersten Hälfte nun Druck aufbauten, was nicht zuletzt vom Verhalten des RW Hünsborn begünstigt wurde. „Kurioserweise haben wir nach dem Seitenwechsel mit dem Fußballspielen aufgehört. Wir konnten uns nicht mehr befreien und haben die Bälle nur noch lang nach vorne geschlagen“, ärgerte sich Andreas Waffenschmidt.

Die logische Konsequenz folgte in der 63. Minute. Der RWH verteidigte eine Flanke nicht gut und der freistehende Krefefidis köpfte unbedrängt zur Hohenlimburger Führung ein (63.). Doch in den Jubel folgte die direkte Antwort der Gäste. Jens Schlemper sah den freistehenden Sebastian Braas, der zum schnellen Ausgleich einschieben konnte (64.). Der SV reagierte mit wütenden Angriffen, die Hünsborn mit Glück und Geschick unbeschadet überstand. Bis zur 93. Minute, als Wäschenbach aus dem Gewühl angeschossen wurde und den Ball unhaltbar ins eigene Tor abfälschte.

„Insgesamt wäre sicher ein Remis das gerechte Ergebnis gewesen. Das Gegentor ist unglücklich, doch schon vorher haben wir einige Situationen nur mit Glück überstanden, als wir den Ball nicht aus dem Strafraum bekamen. “, schloss Andreas Waffenschmidt und fügte sarkastisch hinzu: „Nachdem Langwald im ersten Durchgang so gut parierte, hatte er sich die ereignislose und ruhige zweite Hälfte auch verdient.“