Bezirksliga 5 brennt an beiden Enden

Wettlauf um die beiden Spitzenplätze: SV Ottfingen (rechts Timo Halbe) und Kevin Becker (FC Altenhof).
Wettlauf um die beiden Spitzenplätze: SV Ottfingen (rechts Timo Halbe) und Kevin Becker (FC Altenhof).
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Für den FC Altenhof scheint es nur eine Richtung zu geben: nach oben. Im ersten Jahr nach der Rückkehr in die Bezirksliga trennen den Aufsteiger nur zwei Punkte von Rang 2, der über eine Relegation in die Landesliga führen kann.

Ottfingen/Drolshagen..  Gastgeber SC Drolshagen hat ganz andere Aussichten. Das Team von Trainer Oliver Kalisch hat nur drei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.

Oliver Mack hat die Gastgeber bei der späten Niederlage gegen Rothemühle beobachtet. „Drolshagen hat alles gegeben. Das wird kein Selbstläufer“, erwartet der Trainer des FC Altenhof eine ähnlich verbissene Partie wie zuvor gegen den SC Lüdenscheid. Da hätte der Aufsteiger am Winterhagen zwar schnell mit 3:0 führen können, musste am Ende aber um den 3:2-Heimsieg gegen den Vorletzten zittern.

Zu kämpfen hatten die Gastgeber aber auch mit der lautstarken und mitunter hitzigen Unterstützung der SCL-Fans, die wie gegen den VSV Wenden mit einem Bus angereist waren. „Die haben richtig Zirkus gemacht. Das kannte ich so gar nicht“, berichtet Oliver Mack.

Nichts zu verschenken

„Unser Ziel war es, die Klasse zu halten“, reibt sich Altenhofs Übungsleiter angesichts des Saisonverlaufs noch immer etwas verwundert die Augen. Jetzt redet der Aufsteiger im Kampf um den zweiten Tabellenplatz ein gewichtiges Wort mit. Es winkt sogar eine mögliche Aufstiegsrelegation. Aber damit beschäftigt sich Oliver Mack überhaupt nicht. „Wir wollen unter die ersten Vier kommen“, sagt der FCA-Coach.

Deshalb habe man in Drolshagen auch „nichts zu verschenken“. Oliver Mack: „Wir wollen drei Punkte mitnehmen, um oben dranzubleiben“. Verzichten müssen die Gäste bei dieser Zielsetzung auf Mahir Can Demir (Faserriss). Tobias Stevens klagte über Knieprobleme, hat aber wieder schmerzfrei trainieren können. Auf der Sechserposition macht Jens Solbach seine Sache für den verletzten Kapitän Christian Faust sehr gut.

Abstiegsränge noch auf Distanz

Wieder einmal hat der SC Drolshagen in Rothemühle einen Punkt aus der Hand gegeben, wie schon beim 0:1 in Kierspe. Trainer Oliver Kalisch kann nur hoffen, dass diese beiden Zähler am Ende nicht fehlen werden, wenn es um den Klassenerhalt geht. Seit Wochen hält Drolshagen die drei Abstiegsränge auf Distanz und profitiert dabei auch von den Ergebnissen der Konkurrenz. Am Sonntag konnte der RSV Meinerzhagen allerdings mit dem Team vom Buscheid gleichziehen.

Ottfingens Spiel vor dem Spitzenspiel

„Jeder Punkt zählt in der Endabrechnung“, will sich Kalisch nicht auf die anderen Kellerkinder verlassen und gegen den starken Aufsteiger mindestens ein Unentschieden holen. „Altenhof wird gegen uns keinen Gang zurückschalten“, rechnet Drolshagens zum Saisonende scheidender Coach nicht mit Schützenhilfe der Gäste. Während Patrick Stamm und Marius Mester mit Muskelfaserrissen ausfallen, steht hinter dem Einsatz von Christian Beekhuis noch ein Fragezeichen.

Aus den letzten vier Begegnungen - darunter drei Heimspiele - müssten zwei Siege für den Klassenerhalt reichen, hofft Drolshagens Trainer.

Mounir Saida geht stark davon aus, dass seine Spieler das Hinspiel bei RW Lüdenscheid noch gut in Erinnerung haben. „Da wurden wir mit 1:5 böse verprügelt“, stellt der Trainer des SV Ottfingen das Rückspiel gegen die Bergstädter unter das Motto „Wiedergutmachung“. Dabei muss der Tabellenzweite allerdings auf seine beiden Leistungsträger Yasin Colak und Timo Halbe verzichten, die beim wichtigen 2:2 in Freudenberg ihre fünfte gelbe Karte kassiert haben. Im Nachhinein spricht SVO-Trainer Saida von einem „Punktgewinn“ bei der Fortuna. Zum einen fiel der Ausgleich durch Steffen Scheppe erst kurz vor Schluss. Und zum anderen haben die Ottfinger die Siegerländer im Kampf um Platz 2 auf Distanz gehalten. „Wir haben noch vier Spiele und müssen daraus neun Punkte zu holen, um auch am Ende auf dem zweiten Platz zu stehen“, lautet die Rechnung von Mounir Saida. Darin enthalten sind drei Zähler am Siepen gegen RW Lüdenscheid. „Dafür müssen wir aber einen Riesenjob machen“, warnt Saida davor, den Gast zu unterschätzen. Danach kommt es zum Gipfeltreffen beim Spitzenreiter Kiersper SC.