„Beide sind auch menschlich ein Verlust“

Wenden..  Mit Michel Alfes und Luca D’Aloia verliert Fußball-Bezirksligist VSV Wenden am Saisonende zwei offensive Leistungsträger.


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Ist Ihnen nicht mulmig geworden, als Sie kurz hintereinander erfuhren, dass Luca D’Aloia vom VSV zu Germania Salchendorf wechselt und Michel Alfes zur SpVg Olpe?

Peter Bäumgen: Ist mir nicht! Beide sind wichtige Spieler, ich wünsche Michel Alfes, dass er das schafft. Man kann ihm nicht verdenken, dass er die Chance in Olpe sucht, Westfalenliga zu spielen - das wird die Mannschaft ja wohl in der nächsten Saison.


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Packt er’s?

Ich gönne es ihm absolut. Man kann im Vorfeld natürlich nicht sagen, wie oft er dort spielt. Wenn er die Möglichkeit hat, wenn er spielt, wird er sich spielerisch weiterentwickeln. Wie es auch immer läuft: In Wenden stehen ihm Tür und Tor offen.


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Und Luca D’Aloia?

Auch ihm kann ich den Wechsel nicht verdenken. Er ist Familienvater und ist selbstständig. Bei Germania Salchendorf hat er es zwei Minuten bis zum Sportplatz. Man kann jetzt sagen: Das wusste er vorher. Aber er ist nun beruflich mehr eingespannt.


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Beide sind ein Verlust...

Ja. Sportlich sowieso. Aber auch menschlich sind sie ein Verlust. Beide sind echte Teamplayer. Wenn zwei solche Leute gehen, schreckt man im ersten Moment schon zusammen.


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Ist Ersatz für die beiden in Sicht?

Gespräche laufen. Ich denke, dass wir in 14 Tagen was vermelden können.


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Mit Mike Gastreich geht ein weiterer ein Offensivmann, was aber schon länger feststeht.

Er hat nur wenig gespielt und trainiert, auch er ist selbstständig und beruflich stark eingespannt.


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Wir erreichen Sie auf dem Weg nach Dänemark, wie Sie eingangs sagten. Auf Stürmersuche?

Nein, nein (lacht). Ich bin beruflich dorthin unterwegs.