Außer Laufen läuft nichts
19.02.2010 | 19:14 Uhr 2010-02-19T19:14:00+0100Kreis Olpe. Staffelleiter Uwe Frommann muss es gut gemeint haben, als er im vergangenen Sommer den Spielplan für die Fußball-Bezirksliga 6 erstellte.
An diesem Wochenende soll das Fußballjahr 2010 eigentlich auch in dieser Liga starten, es waren sogar drei Kreis-Derbys angesetzt.
Doch dem Derby-Fieber dürfte niemand zum Opfer fallen. Die auf den 13. Februar vorverlegte Partie des FC Altenhof gegen den VSV Wenden fiel bereits heimlich, still und leise aus. Inzwischen ist auch die komplette Bezirksliga abgesagt.
Schlittenhunde-Rennen am Bieberg möglich
„Am Bieberg können wir Schlittenhunde-Rennen fahren”, scherzte Gerlingens Trainer Markus Niklas, „und wenn es nicht regnet und wir nicht zweistellige Temperaturen bekommen, werden wir sicherlich auch die nächsten zwei Wochen nicht spielen.”
Training ist auf den Plätzen im Kreis Olpe nicht möglich, Vorbereitungsspiele somit auch nicht. „Wir laufen und wir werden auch weiter laufen, laufen und laufen”, berichtet Ottfingens Trainer Ottmar Griffel vom Trainingsalltag.
Zusätzliche Zeit für Vogt und Tahiri
Zumindest dem SVO käme die verlängerte Winterpause dennoch nicht ungelegen. „Jeder zusätzliche Tag Pause ist gut für uns”, sagt Griffel mit Blick auf die Verletzungen von Torwart Henning Vogt und Albert Tahiri und fügt hinzu: „Von mir aus können wir noch drei Wochen Pause machen.”
Nicht anders als im Wendschen sieht es auch in Hützemert aus. „Da geht gar nix”, sagt HSV-Coach Holger Burgmann zur Situation an der Eulenbuche. Ähnlich wie Griffel sieht auch Burgmann das Positive der verlängerten Pause. „Das ist nicht allzu wild. So kann der eine oder andere Spieler noch etwas Trainingsrückstand aufarbeiten.”
Hützemert rechnet mit 14. März
Hünsborns Spielertrainer Andreas Wieczorek geht davon aus, dass neben dem Hützemert-Spiel auch das folgende Heimspiel gegen Bad Berleburg ausfällt. Dann würde sich die Pause für den Tabellenführer sogar bis zum 14. März verlängern, da Hünsborn am 7. März ohnehin spielfrei hat.
Abwechslung verschafft den Vereinen der „Sechser” das Bezirksliga-Hallen-Masters in der Siegerlandhalle am Samstagabend (Beginn 20.30 Uhr, alle Infos unter: www.bezirksligafussball.de), an dem bis auf Birkelbach und Edertal alle Mannschaften der Liga teilnehmen. Das Turnier ist als Fußball- und Partynacht geplant, doch „wir fahren zum Fußball spielen dahin”, betont Wieczorek.
Olpe muss nicht nach Dröschede fahren
Anders als in der Bezirksliga soll der Ball hingegen in der Westfalenliga am Sonntag rollen. Wie Staffelleiter Alfred Link mitteilte, wird es keine generelle Absage des 21. Spieltages geben, „da einige Vereine im Ruhrpott signalisiert haben, dass unter Umständen gespielt werden kann.”
Nichtsdestotrotz wurden bis Freitag sieben der neun Spiele abgesagt, darunter auch das Auswärtsspiel der SpVg Olpe bei Borussia Dröschede. Somit fielen nun schon vier Spiele mit Olper Beteiligung aus. Zuvor waren bereits die Meisterschaftsspiele der SpVg beim SC Hassel und gegen den FC Recklinghausen gekippt. Hinzu kommt die „Altjahres-Schuld” gegen den SSV Mühlhausen. Erst scheiterte der ursprüngliche Termin am 19. Dezember, dann musste auch der Nachholtermin am 14. Februar abgesagt werden.
Halber Meter Schnee am Kreuzberg
„Die Vorbereitung war bisher katastrophal. Uns hier im Kreis Olpe hat es sehr, sehr hart getroffen”, fasst Trainer Irfan Buz die zurückliegenden Wochen zusammen. Nachholspiel Nummer fünf ist auch schon in Sicht. Das Heimspiel gegen Wanne-Eickel am 28. Februar dürfte ebenfalls ausfallen, denn auf dem Kreuzberg liegt ein halber Meter Schnee. „An Fußball ist nicht zu denken", betont Georg Engel, Trainer der Olper Bezirksliga-Reserve, „wir können ja noch nicht einmal am Kreuzberg duschen.”
Trainingspläne "in die Tonne gekloppt"
Wie die anderen Mannschaften hält sich auch die SpVg-Zweitvertretung mit Laufeinheiten und Hallenfußball fit. Dabei wird der Biggerandweg am Olper Hallenbad zum Szenetreff der heimischen Fußballer. „An der Bigge tummeln sich momentan ja alle”, schmunzelt Engel, „ich habe aufgehört, über das Wetter nachzudenken. Den Trainingsplan habe ich ohnehin schon vor vier Wochen in die Tonne gekloppt.”
Das einzig Positive an der Situation, so betonen alle Trainer, sei, dass alle gleichermaßen von den schlechten Bedingungen betroffen seien.
21:00
15 Schubkarren 15 Schüppen und 30 Leute jeweils 2 Tage a=3 Stunden.Da kriegst Du schon was weg.Dann kann man wenigstens bischen die Pocke laufen lassen.