Ausgerechnet jetzt kommt Niederschelden nach Ottfingen

Andreas Weber kerhrt in den Kader des SV Ottfingen zurück.
Andreas Weber kerhrt in den Kader des SV Ottfingen zurück.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Fußball-Bezirksliga 5 erlebt nach dem 1:0-Sieg des SV Ottfingen in Kierspe einen Aufstiegskrimi, in dem auch der Drittplatzierte FC Altenhof noch kräftig mitmischt.

Ottfingen/Altenhof..  Das Team vom Winterhagen liegt mit drei bzw. zwei Punkten in Lauerstellung, hat aber das vermeintlich leichtere Restprogramm des Spitzentrios und auch das etwas bessere Torverhältnis.

„Unser Ziel war es, dass Kierspe nach dem Spiel gegen uns nicht schon die Meisterschaft feiern kann. Durch diesen Schlag gibt es jetzt einen Dreikampf bis zum Saisonende“, beschreibt Ottfingens Trainer Mounir Saida die Ausgangslage vor dem Showdown im Aufstiegskrimi.

Und jetzt kommt ausgerechnet der SuS Niederschelden zum letzten Heimspiel an den Siepen. Da war doch was! Das Team vom Rosengarten entpuppte sich am 29. Mai 2011 als großer Spielverderber. Am letzten Spieltag erlebten 700 erwartungsfrohe Zuschauer in Ottfingen ein bitteres 1:1. Damit überholte der TuS Erndtebrück 2 durch einen 4:0-Erfolg über Absteiger FC Altenhof (!) den von Ottmar Griffel trainierten SVO und setzte sich die Meisterkrone auf. „Niederschelden hat uns in einer ähnlichen Situation schon einmal ein Bein gestellt“, ist Mounir Saida mit der Vereinsgeschichte vertraut: „Der SuS ist unbequem und fährt auch nicht nach Ottfingen, um dort den Saisonabschluss zu feiern.“

Lob für sportliche Leitung

„Meister können wir nicht mehr aus eigener Kraft werden. Aber wenn wir beide Spiele gewinnen, haben wir den zweiten Platz fest“, hat Saida erst einmal die zur Aufstiegsrelegation berechtigte Vizemeisterschaft im Visier. Und wenn es mit dem Aufstieg - egal ob Erster oder Zweiter - nicht klappt? Trainer Mounir Saida: „Dann gehen wir in die wohlverdiente Sommerpause. In der neuen Saison wollen wir dann von Anfang an oben mitspielen.“

Und das mit den vier Neuzugängen, die der SVO diese Woche vorgestellt hat (wir berichteten). „Peter Hufnagel und Günter Arns haben einen Riesenjob gemacht“, verteilt Saida ein dickes Lob an die sportliche Leitung. Einen „Klassejob“ bescheinigt der Trainer aber auch seiner aktuellen Mannschaft. „Die hat sich das Saisonfinale verdient“. Nach seiner Gelbsperre kehrt Andreas Weber ins Team zurück.

Kein Selbstläufer in Meinerzhagen

Nur wenige Kilometer entfernt, beim FC Altenhof, herrscht ebenfalls große Euphorie. „Meine Jungs sind heiß. Die Spannung ist da, und die Spieler halten sie hoch. Wir wollen in Meinerzhagen gewinnen“, beschreibt FCA-Trainer Oliver Mack die Situation, die auch an seinen Nerven nicht spurlos vorübergeht. Das hat er schon nach dem „geilen“ 5:1-Heimsieg gegen Hickengrund gemerkt.

Auch die Partie bei den noch nicht geretteten Meinerzhagern ist für den Aufsteiger ein Endspiel. „Aber das wird kein Selbstläufer“, warnt Mack. Schon ein Unentschieden könnte für die Gäste das Aus im Aufstiegsrennen bedeuten.

Da ist es für den FCA-Coach gut zu wissen, dass sich der zuletzt so ausgedünnte Kader wieder füllt. So kehren Kebir Yildiz nach Gelbsperre, Mehir Can Demir und Jens Solbach (Urlaub) zurück. Es fehlt nur der verletzte Kapitän Christian Faust.