Aufstiegs-Helden freuen sich auf die Kreisliga A

Schaut gut aus! Kalli Menne, Trainer des FSV Helden (links) und Hendrik Schürmann.
Schaut gut aus! Kalli Menne, Trainer des FSV Helden (links) und Hendrik Schürmann.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Michael Seidel hörte sich überhaupt nicht angeschlagen an. „Ich arbeite heute,“ erklärte der 2. Geschäftsführer des FSV Helden am Tag nach dem vollbrachten Aufstieg in die Fußball-Kreisliga A.

Helden..  Die Feierlichkeiten hat er demzufolge nicht in vollem Umfang mitgenommen. Und die hatten Umfang. „Es war ein langer Abend,“ wusste Seidel zu berichten.

Verdient hat sich die Mannschaft von Trainer Kalli Menne die Feier absolut. Sie kehrt - nach vier Jahren Abstinenz - zurück ins Oberhaus des Kreises. Zu Recht, denn: „Unsere Stärke ist die mannschaftliche Geschlossenheit,“ berichtete Seidel, „und mit 20, 21 Spielern haben wir einen großen Kader.“

Den verstärkte der FSV mit glücklicher Hand. Wie mit Constantin Pantel. Der Stürmer kam aus Oestertal und traf bislang 25 Mal. Seidel: „Auch unsere Zugänge aus der Jugend haben sich super integriert.“

Keine Neuzugangs-Welle

Dadurch war Kalli Menne imstande, Verletzungs-Ausfälle zu kompensieren. „Zum Glück sind wir da von größeren verschont geblieben,“ nennt Michael Seidel einen der Gründe, die bei allem fußballerischen Können auch zu einer erfolgreichen Saison gehören.

Der zweitbeste Schütze (22 Tore) ist übrigens fast ein Heldener Urgestein: David Seuthe. Der kam vor neun Jahren aus Landemert, fing mit Michael Rabus beim FSV an. „Ein feiner Kerl,“ zollt Seidel dem Offensivmann auch jenseits des Fußballs ein Kompliment und hebt dessen starke Rückrunde hervor.

In der neuen Umgebung vertraut Helden wohl dem aktuellen Kader. „Die Mannschaft ist stark genug, in der Kreisliga A zu bestehen,“ sagt Seidel. So habe der FSV in beiden Vorbereitungsphasen dieser Saison gegen etliche A-Ligisten gespielt. Da bekam er einen Eindruck von den kommenden Kontrahenten.

Vorfreude auf das Repetal-Derby

Verstärkungen sind jedoch nicht kategorisch ausgeschlossen. „Aber eine Neuzugangs-Welle gibt es nicht,“ so formulierte es Seidel. Fest steht, dass aus der Jugend wiederum fünf Spieler dazukommen.

Überhaupt gebe es nur eines, das verbessert werden muss. Seidel: „Cleverer müssen wir werden,“ Mal habe man eine Führung vergeben (3:3 nach 3:1 gegen Maumke) oder trotz guter Leistungen die Top-Spiele verloren, allein gegen Rahrbachtal beide. Seidel: „Fehler werden in der neuen Liga härter bestraft.“

Jetzt gilt es erst einmal, die Gegenwart zu genießen, was nicht nur die Aktiven und Verantwortlichen tun, sondern auch das Umfeld. Die Leistungen der Mannschaft werden honoriert. „In den letzten Jahren sind die Heldener Zuschauer ja nicht gerade verwöhnt worden,“ so Seidel, „in der vorigen Saison waren fünf Heldener mit zum Spiel in Drolshagen, diesmal achtzig. Gut, im Erfolg ist alles einfacher.“

Zur Vorfreude auf die neue Saison gehört auch, dass es die Derbys gegen Dünschede wieder gibt. Seidel: „Ich habe mich gefreut, dass Dünschede die Punkte für den Klassenerhalt geholt hat. Diese Spiele sind doch das Salz in der Suppe!“