"Auch ein Dirk Hennecke ist in Attendorn zu ersetzen"
15.02.2010 | 22:14 Uhr 2010-02-15T22:14:00+0100Attendorn. „Nullvier. lebenslänglich” - so heißt es in einer Werbung für den Beitritt zum SV 04 Attendorn. Das gilt nicht für Mittelfeldspieler Dirk Hennecke. Im Sommer wird der 29-Jährige seinen Heimatverein nach zehn Jahren in Richtung SV Ottfingen verlassen.
In seiner Zeit bei den Hansestädtern stieg Hennecke mit dem SV 04 von der Bezirksliga in die Landesliga auf (2001) - und wieder ab (2007). Zudem rettete er den Traditionsverein zusammen mit Manuel Pursian als Interimstrainer vor dem Sturz in die Kreisliga.
„Dirk hat hier nicht nur als Spieler hervorragend gearbeitet, er hat unheimlich viel für den Verein getan”, unterstreicht SV 04-Vorsitzender Hubert Netten, der einräumt, dass er vom Weggang des Urgesteins „schon ziemlich geschockt” gewesen sei.
„Es tut uns sehr weh, dass Dirk den Verein verlässt. Aber ich habe vollstes Verständnis für seine Entscheidung, denn in Ottfingen hat man Großes vor und Dirk hat eine neue sportliche Herausforderung gesucht”, so Netten weiter. „Ich wünsche ihm alles Gute und hoffe, dass er eines Tages wieder zurückkehrt.”
"Ich möchte etwas Neues machen"
Herr Hennecke, Sie verlassen im Sommer nach zehn Jahren den SV 04 Attendorn. Was sind die Gründe für den Wechsel nach Ottfingen?
Dirk Hennecke: Ich möchte etwas Neues machen. Ein neues Umfeld, eine neue Liga, ein neues Team. Das sind alles Dinge, die mich reizen. Ottfingen ist noch immer eine der besten Adressen im Kreis. Ich habe schon früher gerne dort gespielt, es herrscht eine tolle Atmosphäre am Siepen. In den Gesprächen hatte ich zudem den Eindruck, dass Vorstand und Verein sehr gut aufgestellt sind. Die sportliche Situation ist ja momentan auch sehr zufriedenstellend. Daran möchte in der nächsten Saison mitwirken.
Und mit dem Verein in die Landesliga zurückkehren?
Hennecke: Das werde ich so nicht formulieren, aber ich wechsle nicht nach Ottfingen, um mich zu verschlechtern. Ich möchte versuchen, an den Erfolg, den der Verein bisher hatte, anzuknüpfen.
Welche Rolle hat die Entwicklung in Attendorn in den vergangenen Jahren bei Ihrer Entscheidung gespielt?
Hennecke: Die Entwicklung in den letzten Jahren stagniert. Man muss ja nur die Ergebnisse anschauen. Es gibt sicherlich Dinge, die fragwürdig sind und die für mich auch nicht immer nachvollziehbar waren. Das war aber nicht ausschlaggebend für meinen Wechsel, denn ich bin ja auch geblieben, als es in den Jahren zuvor nicht so lief. Aber es spielt natürlich mit.
Wie fielen die Reaktionen auf Ihren Wechsel aus?
Hennecke: Die Resonanz war bisher eher positiv. Mir ist niemand böse. Es gibt doch immer, wenn man geht, auch enttäuschte Gesichter. Die meisten haben Verständnis für meine Entscheidung. Ich denke auch deshalb, weil man sich nach zehn Jahren doch nichts vorwerfen lassen muss.Ich bin dem Verein sehr dankbar und ich denke, dass der Verein mir auch dankbar ist. Wir schulden uns nichts. Im Sommer machen wir einen klaren Schnitt. Der SV 04 versucht dann, sich ganz neu aufzustellen. Vielleicht ist das auch ganz gut.
Wie schwer ist Ihnen die Entscheidung gefallen?
Hennecke: Mit meiner Familie hatte ich das lange besprochen, denn das war keine Entscheidung, die ich an einem Abend gefällt habe. Vor ein paar Jahren wäre mir der Wechsel noch schwerer gefallen. Jetzt ist es mir immer noch schwer gefallen. Ich habe ein paar Tage überlegt, bin mir dann aber am Ende doch recht schnell darüber klar geworden, dass es das ist, was ich machen möchte. Bisher habe ich es auch nicht bereut.
Sportliche Entwicklung zeigt nach unten
Warum ist es Ihnen jetzt leichter gefallen als noch vor einigen Jahren?
Hennecke: Erstens aufgrund der sportlichen Entwicklung, die in den vergangenen Jahren kontinuierlich nach unten gezeigt hat. Zum anderen einfach auch aufgrund des Umstandes, dass viele Leute, die früher dabei waren, inzwischen nicht mehr da sind. Es gab eine sehr hohe Fluktuation und wenn Spieler nur ein halbes Jahr da sind, kann nicht wirklich etwas zusammenwachsen. Dann hat auch ein Manuel Pursian, mit dem ich sehr eng befreundet bin, aufgehört. Und so sind immer mehr Leute gegangen.
Verliert der SV 04 mit Ihnen das Gesicht des Vereins?
Hennecke: Das können andere besser beurteilen. Ich sehe das nicht unbedingt so. Ich bin Spieler, und auch wenn ich relativ viel gemacht habe, sehe ich mich nicht als Gesicht der ersten Mannschaft oder des Vereins. Auch ein Dirk Hennecke ist in Attendorn zu ersetzen. Und wenn man es rein sportlich sieht, muss man sagen, dass mich Timo Winheller (Attendorns neuer Spielertrainer, Anm. d. Red.) 1:1 ersetzt.
Wie ist der Kontakt zum SVO zustande gekommen?
Hennecke: Ich bin mit Steffen Willmes befreundet, er ist ein ehemaliger Arbeitskollege von mir. Und Henning Vogt arbeitet im selben Unternehmen wie ich. Da spricht man immer mal und fragt, wie es gerade läuft. Der Kontakt bestand daher schon immer ein bisschen. Dann haben wir vor Weihnachten Gespräche geführt und uns geeinigt.
Klassenerhalt ist realistisch
Bevor Sie im Sommer gehen, steht noch eine schwierige Rest-Saison in Attendorn an. Wie realistisch ist der Klassenerhalt?
Hennecke: Sehr realistisch, da wir in der Hinrunde viele Spiele nur sehr knapp verloren haben. Bisher haben wir trotz der bescheidenen Trainingsbedingungen ein recht hohes Pensum absolviert, was auch dringend notwendig ist, um schnellstmöglich den Abstand nach unten zu vergrößern. Das gibt mir schon Hoffnung, dass wir frühzeitig die nötigen Punkte holen.
Der Verein spielt aktuell gegen den Abstieg. Finanziell sieht es bescheiden aus. Auf der Trainerbank wurde Jens Selter noch in der Hinrunde durch Effe Korte ersetzt. Ralf Arens hat seinen Rückzug angekündigt. Jetzt gehen Sie im Sommer nach zehn Jahren und mit Ihnen wechselt auch Mike Finke an den Siepen. Wie groß ist die Unruhe im Verein?
Hennecke: Es ist immer sehr viel Aufregung dabei, wenn Attendorn in den Schlagzeilen ist. Ob wir nach außen immer das beste Bild abgeben, na ja… Ich möchte es mal so ausdrücken: Es ist häufig sehr unglücklich. Aber die ganze Aufregung zeigt ja auch, dass der Verein viele Leute interessiert und dass doch ein bisschen Leidenschaft dabei sein muss.
SV 04 bricht nicht auseinander
Besteht die Gefahr, dass der SV 04 auseinanderbricht?
Hennecke: Nein. Ich wüsste nicht, warum. Das hängt ja nicht von einer Person ab. Ich glaube auch nicht, dass aufgrund meiner Abmeldung noch viele Nachzügler kommen. Mike Finke hat seine Entscheidung unabhängig von meiner Person getroffen. Seit dem Ende der Ära Arens/Thielmann gab es in Attendorn eine sehr hohe Fluktuation, nicht nur an Spielern, sondern auch an Trainern und Funktionären. Ich sehe aber keine Gefahr. Es ist im Fußball ganz normal, dass Spieler kommen und gehen. Es wird auch weitergehen, wenn ich nicht mehr da bin. Der Verein ist, abgesehen von der aktuellen sportlichen Situation, auf einem guten Weg. Im Sommer gilt es dann, eine neue Mannschaft aufzubauen. Aber darauf werde ich keinen Einfluss mehr nehmen. Das ist dann nicht mehr mein Spielfeld.
Mit Dirk Hennecke sprach Jan Reinold
15:52
ich finde es lächerlich das man aus frust und neid auch noch auf der homepage des sc noch so ein bericht geschrieben wird und die spieler charakterlos da stellt
charakterlos finde ich vom schreiber und user die diesen bericht auf der homepage veröffentlicht haben
17:00
warum immer diese Neider?!
die nächste Saison wird der Hammer...
13:52
Ein Pressekommentar zum Thema:
16.Februar 2010 Kommentar
Da freut man sich Anfang der letzten Woche beim SC Plettenberg sowohl in der Vorstandsetage als auch beim Trainergespann Ralf Sonnenberg und Christian Jüngst, dass man schon frühzeitig mit allen Spielern gesprochen und alle auch die feste Zusage für die neue Saison gegeben haben. Nicht einmal 72 Stunden danach lassen sich Pietro Guerrieri, Manuel Barrena und Maik de Coster mit dem Vorsitzenden des SV 04 Attendorn ablichten und werden hierbei als Neuzugänge der Hansestädter für das nächste Jahr präsentiert. Welch ein Hammer !
Damit das klar ist: Es ist von Seiten der Attendorner nicht verwerflich in „fremden Revieren zu wildern“. Das ist normales Geschäft, das machen alle. Verwerflich ist aber, mit welcher Charakterlosigkeit diese Spieler das Vertrauen der Verantwortlichen beim SC Plettenberg missbraucht haben. Hier stellt sich die Frage: Können diese „Zusager“ eigentlich morgens noch in den Spiegel schauen ohne die Selbstachtung zu verlieren? Gilt eine feste Zusage oder ein Handschlag heute nichts mehr? Warum kann man nicht mit offenen Karten spielen? Warum konnten die drei bei den Verhandlungen nicht offen sagen: Wir gehen woanders hin? Das wäre offen und ist legitim.
Keine Frage, mit einer deratigen Situation steht der SC Plettenberg nicht allein da. Schon in den nächsten Wochen könnte es weitere Fälle dieser Art geben, alle getreu dem Motto: „Was stört mich mein Geschwätz von gestern?“ Aber was lernt man letztlich aus diesem Verhalten? Charakter kann man nicht lernen, Charakter muss man haben (oder auch nicht) – Cèst la vie !
12:55
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11:30
immerhin sind es 1 spanier, 1 italiener und der andere weiß ich nicht und es ist mir neu wenn man solche landsleute als juffe bezeichnet !!!!!!
11:28
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10:00
achso, ob die mal - na dann...
09:24
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22:51
Das mit Selter kann ich bestätigen - der spielt tatsächlich in der Rückrunde beim SV Heggen. Aber was wollen die mit dem?
Gehört es eigentlich zum Attendorner Weg, dass Netten drei Juffen aus Plettenberg holt?
20:32
henna, alles gute! wir sehn uns am siepen!