Attendorn kein Stolperstein für Olpe

Die Szene des Spiels. David Ohm nagelt in der 38. Minute eine scharfe Hereingabe von Sascha Rokitte zum 1:0 ins Attendorner Tor.
Die Szene des Spiels. David Ohm nagelt in der 38. Minute eine scharfe Hereingabe von Sascha Rokitte zum 1:0 ins Attendorner Tor.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Während die Fußballer aus Olpe jubelten, sanken die Gäste nach dem Schlusspfiff des Landesliga-Derbys SpVg Olpe gegen SV 04 Attendorn (1:0) enttäuscht auf den Kunstrasen des Kreuzbergstadions.

Olpe..  Gerade hatte die SpVg Olpe mit einem 1:0 (1:0)-Sieg einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Meisterschaft und Aufstieg getan.

Und es kam noch besser für die Griffel-Elf. Außer Finnentrop/Bamenohl mussten alle Verfolger Niederlagen einstecken. Jetzt fehlen dem Vizemeister aus der Kreisstadt noch 16 Punkte aus acht Spielen zum Titelgewinn. Am nächsten Sonntag kann ein weiterer Schritt dazu getan werden. Dann geht es zum Gipfeltreffen beim Zweiten SG Finnentrop/Bamenohl, der neun Punkte Rückstand hat.

Ohm trifft Tor und Pfosten

Ganz anders dagegen die Gemütslage bei den Gästen. Durch den 4:0-Sieg des SV Hüsten gegen RW Hünsborn schmolz der Vorsprung des Attendorner auf die Abstiegsplätze auf acht Punkte zusammen. Als diese Kunde gestern am Kreuzberg durchsickerte, gab es schon einige lange Gesichter in den Reihen des Aufsteigers.

Zum gestrigen Spiel. Olpes Trainer Ottmar Griffel fasste die 90 Minuten passend zusammen: „Es war ein Arbeitssieg. Er war knapp, aber verdient. Ich bin zufrieden. Auch für ein 1:0 kriegt man drei Punkte.“

Der Tabellenführer war von Beginn an die bessere Mannschaft. Attendorn versuchte, so lange wie möglich die Null zu halten. Dieses Unterfangen war in der 38. Minute gescheitert. Da brachte Sascha Rokitte den Ball von rechts in die Mitte und der beste Olper Spieler, David Ohm, nagelte die Kugel aus sieben Metern volley in das vom starken SV04-Keeper Alex Goulas gehütete Gäste-Tor.

Nach der Pause wurde die Überlegenheit der Olper noch größer. Aber der letzte Pass wollte nicht gelingen. Zwar spielte die Griffel-Elf gut über die Flügel, aber die anschließenden Flanken gingen entweder ins Nirwana oder landeten in Goulas’ Händen.

Attendorn hinten hui, vorne pfui

Die größten Chancen, auf 2:0 zu erhöhen, hatten Bredebach nach einem Rückpass von Huckestein (55.) und mit einem Schuss, den Goulas entschärfte (65.), David Ohm mit einem Pfostenschuss (60.) sowie Thomas Rath, der nach einem Konter über Bredebach und Tahiri im letzten Moment an Goulas hängen blieb (88.).

Auf der Gegenseite hatte Christian Bölker einen ruhigen Tag. Bis auf eine Schrecksekunde nach einer Hereingabe elf Minuten vor Schluss, die an allen vorbei ging, brachten die Attendorner in der Offensive nichts zustande. Und so blieb es beim knappsten aller möglichen Siege für den Tabellenführer. SV04-Trainer Lars Mebus hatte für die Niederlage die passende Begründung: „Hinten haben wir ganz gut gespielt. Aber wir sind nicht in der Lage, ein Tor zu schießen.“ Ottmar Griffel freute sich natürlich: „Nach dem 10:0 in Hüsten konnten wir nur verlieren. Viele haben nur darüber diskutiert, wie hoch er Sieg gegen Attendorn ausfallen würde. Davor habe ich gewarnt. Wichtig war, dass wir die Ordnung hinten nicht aufgegeben haben. Ein Kompliment an unsere Defensive.“ Auch SpVg-Vorstandsmitglied Jörg Hennecke jubelte: „Man kann nicht jeden Tag ein Fußballfest wie in Hüsten haben. Ein 1:0 bedeuten auch drei Punkte.“