Attendorn hat Glück im Unglück

SV 04 Attendorn Dustin Langenberg Timo Gaertner
SV 04 Attendorn Dustin Langenberg Timo Gaertner
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Das Zittern geht weiter! Landesliga-Aufsteiger SV 04 Attendorn verpasste wieder einen Befreiungsschlag und unterlag dem stark ersatzgeschwächten SSV Meschede im Hansastadion verdient mit 0:2 (0:1).

Attendorn..  Wenigstens kann sich das Team von Trainer Lars Mebus auf die Konkurrenz verlassen.

Denn nach der 0:3-Heimniederlage des SV Hüsten 09 im Kellerduell gegen die FSV Werdohl geht der SV 04 weiter mit vier Punkten Vorsprung und dem besseren Torverhältnis gegenüber den Hochsauerländern in das Saisonfinale. Und da müssen die Hansestädter am vorletzten Spieltag in Werdohl antreten. Weil Hüsten gleichzeitig bei Borussia Dröschede aufläuft, winkt Attendorn der nächste Matchball im Kampf um den Klassenerhalt.

„Alles ist beim alten geblieben. Nur, dass wir ein Spiel weniger haben.” Das war das einzig Positive, was SV 04-Trainer Mebus aus der Niederlage gegen Meschede ziehen konnte. Dabei waren die Gäste mit dem vermeintlich letzten Aufgebot - darunter zwei A-Jugendlichen - ins Hansastadion gekommen. Auf dem Kunstrasenplatz war davon aber nichts zu spüren. Nach der frühen 1:0-Führung durch Mahmut Yavuzaslan, der in der 13. Minute erst seinen Gegenspieler vernaschte und dann SV 04-Schlussmann Alex Goulas keine Chance ließ, hatten die Gäste das Spiel im Griff und ließen Ball und Gegner laufen.

Attendorn wacht zu spät auf

Die Gastgeber konnten froh sein, dass ihr junger Keeper einen Mustafa-Kopfball aus dem Winkel fischte und auch gegen Oumar Toure das 0:2 verhinderte.

Die Platzherren knüpften an ihre schwache Vorstellung in Siegen an: im Mittelfeld ideenlos und vorne ohne Torgefahr. Erst in der 36. Minute sahen die SV 04-Anhänger unter den 120 Zuschauern den ersten Torschuss von Florian Budde, der aber folgenlos blieb. Zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff zielte Emre Gencol nach einer Einzelleistung über das Tor.

Wie schon in vielen Spielen zuvor, wachten die Mebus-Schützlinge viel zu spät auf. Da stand es schon 2:0 für Meschede. Ausgerechnet dem bis dahin besten Attendorner, Torhüter Goulas, unterlief ein krasser Fehler, den Yavuzaslan (66.) mit seinem zweiten Treffer ausnutzte. Danach hielt es Abwehrchef Eugen Litter nicht mehr hinten. Der nach seiner Rotsperre zurückgekehrte Kapitän war es auch, der nach einem Foul am eingewechselten Raffael Klein Verantwortung übernahm, beim fälligen Strafstoß (78.) aber genau auf SSV-Torhüter Dirk Potofski zielte. Das weitere Anrennen des SV 04 blieb ohne Erfolg.