Attendorn/Ennest winkt Platz eins
04.11.2010 | 17:25 Uhr 2010-11-04T17:25:00+0100Kreis Olpe. Gute Chancen, ihre Erfolgsserien auswärts fortzusetzen, haben am 7. Spieltag die zwei OE-Clubs der Handball-Bezirksliga, SG Attendorn/Ennest und HSG Lennestadt/Würdinghausen.
Dabei winkt dem Liga-Zweiten Attendorn/Ennest im Siegfall beim VfK Iserlohn am Samstag 18.30 Uhr in der Sporthalle Almelo gar die Tabellenführung, da der ersatzgeschwächte Primus HSG Hohenlimburg gegen Ex-Landesligist TV Netphen durchaus Schiffbruch erleiden könnte.
Mehr Disziplin im Angriff
Nach vier Spielen ohne Niederlage und einer steten Leistungssteigerung will Attendorn/Ennest ihre Erfolgsgeschichte beim Ex-Landesligisten VfK Iserlohn fortsetzen und mit Hilfe des TVE Netphen mit der Tabellenführung krönen. Doch dazu fordert der SGA-Trainer nicht nur eine so starke Leistung wie beim 34:25-Paukenschlag gegen Titelfavorit HSG Schwerte II, sondern noch mehr Disziplin im Angriff, wo Münch zuletzt noch zu viele Schnellschüsse sah.
Die runderneuerte Iserlohner Mannschaft praktiziert eine beweglich und hart zupackende 6:0-Deckung und hat sich im Angriff mit Landesliga erfahrenen Akteuren wie die Außen Doblies, Kreisläufer Volkmann, beide von Menden/Lendringsen, und Barth (Halden-Herbeck), und der Rückraumachse Roloff und Spielertrainer Skrzypczak enorm verstärkt.
Sorgen um Rosenberg und Lippe
Attendorn/Ennests Trainer Wolfgang Münch mahnt: „Das ist keine Laufkundschaft, sondern ein ganz ernsthafter Gegner, der seit vier Spielen ungeschlagen ist.“ Sorgen bereitet Münch der Einsatz von Simon Lippe und Christof Rosenberg: „Ich rechne aber mit beiden und will gewinnen.“
Auch die HSG Lennestadt/Würdinghausen hat beim noch sieglosen VfL Patte Heide (Anwurf 19 Uhr) gute Chancen auf den dritten Auswärtssieg und erstmals auf ein positives Punktekonto. Die kleine Serie der drei letzten Spiele (5:1-Punkte) will die HSG gern fortsetzen. Die Vorzeichen dazu sind gut: So sind die Mendener Vorortler in sechs Partien noch sieglos und personell – speziell im Angriff – deutlich schwächer als im Vorjahr. Denn die abgewanderten Rückraum-Schützen Damian Cunnet und Eike Lotz sowie Kreisläufer Merkovsky konnte der VfL nicht kompensieren.
Unliebsame Überraschung
In Platte Heide setzt man notgedrungen auf erhöhte Kampfkraft und große Geschlossenheit, was zumindest daheim Früchte trug, wie die Teilerfolge gegen den TuS Plettenberg und Neuling Gevelsberg/ Silschede II) zeigten. Da die Kraß-Truppe im Vorjahr an gleicher Stätte ebenfalls eine unliebsame 30:33-Überraschung erlebten, zudem diesmal mit Sebastian Schulte (Arbeit) ihren besten Abwehrakteur ersetzen muss, warnt Klaus Kraß vor einem Spaziergang: „Wir müssen hinten kämpferisch und in Punkto Absprache zulegen, dazu im Angriff mit mehr Druck auf die Nahtstellen agieren, wenn am Ende zwei Punkte stehen sollen.“
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