Attendorn/Ennest und Drolshagen verlieren Kreispokal-Endspiele

Anika Ickler erzielte fünf Tore im Finale.
Anika Ickler erzielte fünf Tore im Finale.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Frauen des TVE Netphen haben den Handball-Kreispokal verteidigt und vertreten die Farben des Kreises Lenne-Sieg in der ersten Runde auf HVW-Ebene.

Siegen.. Wie im Vorjahr wurde Favorit TuS 09 Drolshagen bezwungen; diesmal nicht in der Verlängerung, sondern in der regulären Spielzeit.

Auf ein gutes Los hofft auch der RSVE Siegen bei den Männern. Der Verbandsligist wurde seiner Favoritenrolle gerecht und nahm zum Abschluss des von der TSG Siegen sehr gut organisierten Final-Four-Turniers in der Sporthalle Oberes Schloss den Gewinnerpokal, ein Flachgeschenk und Flüssiges entgegen.

Das aus Siegerländer Sicht erhoffte Finalderby gegen den TuS Ferndorf fiel ins Wasser. Im Halbfinale setzte sich Bezirksligist SG Attendorn/Ennest gegen die Kreuztaler durch, die allerdings „nur“ mit ihrer abstiegsbedrohten Bezirksliga-Dritten, ergänzt durch Jugendspieler, angetreten waren.

Frauen-Endspiel: TVE Netphen - TuS Drolshagen 34:31 (14:15)

Das Frauenfinale war zweifellos der Höhepunkt des Handball-Großkampftages. Angefeuert von etlichen stimmgewaltigen Fans unter den rund 400 Zuschauern ging der Verbandsligist in der ersten Halbzeit mit bis zu vier Toren in Führung. Erst nach einer Auszeit von Trainer Jan Spies kam Oberligist Drolshagen, der auf drei wichtige Stammkräfte verzichten musste, auf und ging sogar mit einer knappen Führung in die Pause.

Netphens impulsive Trainerin Anke Stötzel aber hatte ihr Team in der Kabine nochmal richtig heiß gemacht. Der Verbandsliga-Neuling spielte sich Mitte der zweiten 30 Minuten in einen Rausch und zog auf 26:21 (44.) weg. Sechs Minuten später hieß es zwar 26:26, doch in der Schlussphase spielte Netphen seine bessere Kondition aus, konnte sich zudem auf die starke Torfrau Jana Schweisfurth und die überragende, 15-fache Torschützin Hanna Kania verlassen.

Aus dem 29:28 wurde ein 32:28, und so war selbst die Zwei-Minuten-Strafe gegen die mehrfach protestierende Stötzel für Netphen längst kein Problem mehr.

Pokal zerbricht nach Siegerehrung

Die TVE-Frauen jubelten nach dem Schlusspfiff, als wären sie gerade in die Oberliga durchmarschiert. Dass kurz nach der Siegerehrung der Gewinnerpokal zerbrach, dürfte wohl auch als gutes Omen zu werten sein.

TVE: Schweisfurth: Groos - Welsch (7), M. Kania (2), H. Kania (15), Immel (2), Runge, Tauras (1), Duenhaupt, Schneider, C. Kania (3), Schäfer, Sturm, Solbach (4).

TuS 09 Drolshagen: Rißmann - D. Schulte (2), A. Ickler (5), M. Ickler (1), Röben (9), Klonek (8), Schwarzelmüller (2), Kakuschki (4), Dzelilli.

Herren-Endspiel: RSVE Siegen - SG Attendorn/Ennest 37:20 (16:9)

Die Eiserfelder traten fast mit ihrer kompletten Verbandsliga-Besetzung an, angereichert durch Nachwuchskräfte. Attendorns Trainer Klaus Kraß setzte fast ausschließlich auf Youngster, und so war dieses Finale schon nach wenigen Minuten entschieden. 4:0 und 8:3 hießen die Stationen auf dem Weg zur Sieben-Tore-Führung der Siegener zur Halbzeit, und auch nach dem Seitenwechsel setzte sich die technische Klasse und die körperliche Überlegenheit des RSVE fort.

Erfolgreichste Werfer beim neuen Kreispokalsieger waren mit den Brüdern Johannes (6) und Frieder Krause (8) zwei Spieler, die ansonsten eher im Schatten von Alen Sijaric oder einem Tim Kolb stehen.

RSVE: Gudmundson - Daub (4), Sorg (3), Kolb (5), J. Krause (6), F. Krause (8), A. Sijaric, Hochreuter, Graeben (4), Fedic (2), Sprengel (5).

SGA: Selter, Fischbach - L. Müller (4), Y. Müller (1), Berkenhagen (3), Fernholz (3), Gatermann (2), Benninghaus (3), Springob, Menzel, Kopperberg (1), Bölsing (3).