Ans Hinspiel denkt Rothemühle ungern
04.05.2007 | 20:50 Uhr 2007-05-04T20:50:39+0200Rothemühle. Maik Wolf und sein SV Rothemühle sind das zweitstärkste Team der Fußball-Landesliga. Zumindest gilt das daheim.
Bei Gastspielen dagegen hinkt die Bilanz des Aufsteigers hinterher. Woran dies jedoch liegt, das versteht der Trainer selbst nicht so ganz. "Zuletzt sind wir auswärts auch mal mit dem Bus gefahren. Einige Spieler sind da gedanklich auch geblieben. Ob die jetzt die Busfahrt so toll finden, weiß ich nicht. Ist schon komisch", bleibt Wolf bei der Erklärung nur der Ausflug ins Scherzhafte.
Sein kommender Gegner sucht die Wahrheit nicht auf, sondern beim Platz: "Die anderen Sportplätze der Landesliga sind älter. In Rothemühle spielt das Granulat eventuell eine Rolle", so Trainer Rolf Middeke von der SpVg Olpe.
Wie dem auch sei. Sollte das alles für die kommende Partie gesetzmäßig so bleiben, hätte Rothemühles Spielertrainer mit Sicherheit auch nichts dagegen. Denn am Sonntag (15 Uhr) lädt man im Lokalduell die Kreisstädter der Spielvereinigung Olpe zum Empfang. Der Gast trat mit bisher sieben Punkten auf anderen Plätzen noch nicht sonderlich in Erscheinung, Sieg Nummer zehn steht in der Prioritätenliste des SVR demnach ganz oben.
Allerdings ist bei der Wolf-Truppe Vorsicht geboten. Die Middeke-Elf erwischte Rothemühle bereits im Hinspiel auf dem kalten Fuß, als sie in der Nachspielzeit noch das 3:3 erzielte. "Ich habe mich damals sehr geärgert. Das Tor durfte niemals fallen", erinnert sich Wolf. Zudem fuhren die Schwarz-Weißen vom Kreuzberg in acht gespielten Derbies immerhin vier Siege in dieser Spielzeit ein.
Rolf Middeke ist mit der Leistung seiner jungen Wilden, trotz des Ausrutschers im Pokal-Halbfinale, zufrieden: "Wir haben die letzten vier Spiele in der Liga nicht verloren". Das Ende der prekären Tabellenlage kann ihn trotzdem nicht erfreuen: "Es ist schon schlimm genug, dass einer im Kreis 'runter gehen muss. Da müssen wir alle hier auch mal lernen, dass wir gegen Mannschaften wie dem SC Plettenberg oder dem SSV Hagen den anderen Kreis-Klubs helfen müssen. In den Lokalderbys sind dann alle wieder motiviert", mahnt Middeke für die nächste Saison schon mal eine andere Gangart der Kreisteams an. Nun steht für ihn aber eben solch ein Derby an. Bis auf Lukas Schriewer gibt es keine personellen Fragezeichen.
"Wir müssen ihnen die Lust am Fußballspielen nehmen", so lautet der Drei-Punkte-Plan des SVR-Trainers Wolf, der bis auf Eduard Welk und Sven-Jörg Bleck auf den kompletten Kader zurückgreifen kann. Die Olper Pleite in Kirchhundem ist ihm natürlich nicht verborgen geblieben: "Das ist ganz normal bei solch jungen Leuten. So ist das bei unserem Ben Breidenbach zum Beispiel auch. Der spielt eine Woche klasse, die andere weißt du dann nicht, was mit ihm los ist. So geht's oft mal hü, dann hott. Ich hoffe, dass es dieses Mal bei Olpe eher hott als hü ist".
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