Andreas Wieczorek: „Wir wollen aufsteigen“

Christian Hehmann, langjähriger Torhüter des SV Ottfingen, hat die Fußballschuhe angezogen und ist wieder als Spieler mit dabei.

Bei den Torschussübungen der Ergänzungsspieler konnte man sehen, dass Hehmann nichts verlernt hat. Gutes Auge und schnelle Bewegungen auf der Torlinie hat er noch, aktuell spielt er in der Altligamannschaft des SV Ottfingen. In der ersten Mannschaft springt er ein, wenn dort der etatmäßige Keeper ausfällt.

„Ich habe bereits im Spiel gegen Freudenberg auf der Bank gesessen. Die anderen Torhüter waren verletzt oder aus anderen Gründen nicht verfügbar, deshalb habe ich Mounir Saida dem Trainer der ersten Mannschaft, zugesagt. Es muss aber mit meinen anderen Terminen passen,“ sagte Hehmann und fügte hinzu: „Der SV Ottfingen ist für mich eine Herzensangelegenheit.“

Am Gerlinger Bieberg gab es ein Wiedersehen mit dem früheren Hünsborner Aufstiegstrainer Andreas Wieczorek. Dieser ist heute beim Kiersper SC und Tabellenführer der Fußball-Bezirksliga 5 auf der sportlichen Kommandobrücke. „Entgegen aller Gerüchte, die immer wieder durch Gegend schwirren, wollen aufsteigen und werden alles dafür tun“, stellte Wieczorek klar.

Der Gerlinger Bieberg war für Wieczorek übrigens schon einmal ein ausgesprochen gutes Pflaster. Hier war er mit Rot-Weiß Hünsborn 2001 in die Landesliga aufstiegen.

Ein weiterer, hierzulande bekannter Trainer, hatte den Weg an den Bieberg gefunden: Thomas Lichtenthäler, der Vorgänger des aktuellen Gerlinger Trainers Paul-Heinz Brüser. „Wenn es mir die Zeit erlaubt, bin ich hier und drücke meiner früheren Truppe die Daumen.“

72 Minuten sah es so aus, als ob das Landesliga-Derby FC Lennestadt gegen SG Finnentrop/Bamenohl diesmal nicht mit vielen Toren gekrönt werden würde. Aber dann trat der zehn Minuten zuvor eingewechselte Florian Friedrichs in Aktion. In seiner unnachahmlichen Art tanzte er seine Gegenspieler Burhan Tuncdemir und Lukas Schröder aus und erzielte das 1:0, dem er vier Minuten später das 2:0 folgen ließ. Es waren seine Saisontore 23 und 24.

Friedrichs war zweifellos der Mann des Spiels. Der Torschützenkönig leidet seit Wochen unter Rückenproblemen und spielt kaum von Beginn an. „Am Donnerstag gibt es eine Untersuchung in der Röhre. Dann schauen wir weiter. Ich freue mich, dass ich der Mannschaft helfen konnte. Das war eine hervorragende Mannschaftsleistung. Was die gelaufen sind, war einfach toll“, sagte Friedrichs nach dem Spiel.

Für seinen Vater Andreas Friedrichs, den sportlichen Leiter des FCL, ging der Sieg in Ordnung. „Wir hatten nach dem 1:4 in der Hinrunde den großen Willen, das Spiel zu gewinnen und haben um jeden Ball gekämpft. Entscheidend war, dass wir von der Bank noch einmal Verstärkungen bringen konnten. Das passte einfach.“

Für SG-Trainer Frank Rottstock war das Derby ein weiteres spannendes Kapitel in der Geschichte der beiden Vereine. „Es war wieder ein brisantes Spiel mit vielen Zweikämpfen. Mir war klar, dass die Mannschaft gewinnt, die das 1:0 schießt. Beim 4:1-Sieg im Hinspiel waren wir das, heute der FC Lennestadt. So gesehen steht es jetzt 1:1.“

Nach der zweiten Niederlage in Folge ist die SG Finnentrop/Bamenohl auf Platz vier abgerutscht. Sie hatte im Kampf um Relegationsplatz zwei „Glück im Unglück“, denn Borussia Dröschede hatte spielfrei und der SSV Meschede verlor überraschend mit 1:4 gegen den SV Hüsten 09. So bleibt die SG mit drei Punkten und einem Spiel Rückstand auf den SV Hohenlimburg weiter im Rennen. Und die Rottstock-Elf hat am Sonntag mit einem Sieg gegen den feststehenden Absteiger SF Siegen II die Möglichkeit, ihre Chancen auf Platz zwei weiter zu verbessern.

Einige Zuschauer, vor allem die Fans des FCL, stutzten zunächst. Grund war die Schiedsrichter-Ansetzung. Auf dem offiziellen Spielbogen stand es schwarz auf weiß: Schiedsrichter: Marco Cremer aus Finnentrop. Ein Schiedsrichter aus Finnentrop beim Spiel der SG Finnentrop/Bamenohl, wie geht das denn? Richtig ist: Cremer wohnt in Finnentrop, pfeift aber nach wie vor für den SSV Elspe. Und ganz wichtig: Cremer zeigte wie schon beim Kreispokalfinale vor zwei Wochen zwischen Rothemühle und Olpe eine klasse Leistung.

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