Andre Struwe macht es zwei Weltmeistern vor

Andre Struwe
Andre Struwe
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Vier Sauerländer auf dem Weg an die französische Atlantikküste.

Le Touquet..  Die Moto-Cross-Fahrer Andre Struwe (Lenhausen) und Lothar Kramer (Schmallenberg-Kückelheim) zusammen mit ihren zwei Mechanikern Dirk Wiederhöft (Meggen) und Christof Leyendecker (Herdorf) reisten ins ca 600 Kilometer entfernte Le Touquet.

Ein Zitat aus dem Fußball umschreibt dieses Rennen wohl am besten, „Enduropale du Touquet Pas de Calais“ hat seine eigenen Gesetze“. Temperaturen um 0 Grad Windböen von 90km/h machen das ganze für die 1185 gestarteten Profis und Amateurfahren an der Französischen Atlantikküste nicht gerade zum Zuckerschlecken.

Qualen im Sand

Nunmehr fand dieses Strandrennen zum 40. Mal statt, an demauch Andre Struwe und Lothar Kramer an den Start rollten.

Drei Stunden Qualen am Stück durch tiefen Sand, eine Startgerade von vier Kilometer Länge, unzählige Sandwellen und Sprunghügeln vorbei an Sanddünen bis zum Wendepunkt in Stella Plage, und dann zurück entlang der Atlantikküste mit Geschwindigkeiten von ca. 150 km/h, erst dann ist die erste Runde im Sack.

Am Start hatten Andre Struwe und Lothar Kramer noch Blickkontakt. Dieser sollte für die nächsten drei Stunden der letzte sein. Lothar Kramer musste aufgrund von thermischen Problemen seine KTM EXC 300 nach 1,5 Runden abstellen, und musste somit das Rennen in der Wechselzone beenden.

Andre Struwe mit einer Suzuki RMZ 450 unterwegs konnte das Rennen nach drei Stunden und sieben gefahrenen Runden im Ziel auf Platz 363 beenden. „Das war schon ein geiles Gefühl, die Zielflagge zu erreichen“, sagte Struwe. „2013 wurde das Rennen wegen der eintretenden Flut abgebrochen und 2014 musste auch ich Sturz bedingt in der ersten Runde aufgeben.“

Aufgeben mussten dieses Jahr auch zahlreiche Profis. Der heftige Untergrund forderte auch hier seine Opfer, Ex-Motocross-Weltmeister Steve Ramon oder auch der amtierende Enduro-Weltmeister Antoine Meo mussten ihre qualmenden Motoren frühzeitig abstellen.

Adrien Van Beveren (B) dagegen erreichte die Zielflagge unter großem Jubel von rund 300 000 Zuschauern als Erster und feiert einen verdienten Sieg.