Alle draußen: Supercup in Hüsten findet ohne den Kreis Olpe statt

Kreis Olpe/Plettenberg..  Der RWE-Supercup findet ohne einen Fußballverein aus dem Kreis Olpe statt. Beim Regionalcup in Plettenberg verpassten alle drei angetretenen heimischen Mannschaften den Sprung ins heiße Finale, das am Sonntag, 1. Februar, in Hüsten ausgetragen wird. Ärgerlich: Der FC Altenhof belegte Rang vier und verpasste die Qualifikation nur um einen Platz.

Aber: Der Bezirksligist verkaufte sich teuer. Nach Siegen über den SC Plettenberg (5:1), TSV Herscheid (3:1) und SV 04 Attendorn (5:2) zog er mit weißer Weste in die Doppel-K.o.-Runde, wo er gegen den späteren Dritten, FC Phoenix Halver, mit 8:9 im Neunmeterschießen verlor. In der gleichen Runde hatte er zuvor zweimal den TuS Germania Lohauserholz mit 5:3 und 8:7 im Neunmeterschießen geschlagen. „Unglücklicher geht es nicht. Unser Ziel war die Endrunde in Hüsten. Die haben wir nicht erreicht“, resümierte der Altenhofer Torwart-Trainer Marco Grisse, der Coach Oliver Mack, der aus privaten Gründen fehlte, ersetzte.

Die erste Überraschung erreichte den Veranstalter schon vor Turnierbeginn. Die SG Finnentrop/Bamenohl hatte ihre Teilnahme aus verletzungsbedingten Gründen kurzfristig abgesagt.

Die zweite und dritte Überraschung aus heimischer Sicht erlebten die die 500 Augenzeugen in der fast ausverkauften Sporthalle während der Vorrunde, die sowohl der FC Kirchhundem als auch der SV 04 Attendorn nicht überstanden. Beide Mannschaften erreichten in ihren Gruppen mit jeweils vier Punkten nur den dritten Platz - die beiden Ersten qualifizierten sich für die Zwischenrunde.

Kirchhundem verlor gegen Phoenix Halver mit 1:2, spielte gegen den TuS Plettenberg 1:1 und besiegte den FC Kreuztal mit 5:1. Zu wenig. „Entscheidend war das erste Spiel. Da haben wir gut gespielt, aber nicht gewonnen“, resümierte Spielertrainer Adnan Spago, der trotz der vorzeitigen Abreise das größte Turnier Nordrhein-Westfalens in höchsten Tönen lobte: „Wir haben viel Spaß gehabt. Schade, dass wir nicht weitergekommen sind. Wir wären sehr gerne nach Hüsten gefahren.“

Albert Hasenau: „Blamabel“

Der SV 04 Attendorn scheiterte in der Gruppe 3 an dem C-Kreisligisten TSV Herscheid (1:1) und dem FC Altenhof (2:5). Da nutzte auch der 2:0-Sieg über den SC Plettenberg nichts. Die Hansestädter schieden aufgrund des schlechteren Torverhältnisses im Vergleich zu Herscheid aus. „Das war blamabel“, kommentierte Albert Hasenau, Vorsitzender des SV 04, die Auftritte seiner Elf. Ironisch meinte Trainer Lars Mebus: „Wir haben an die Leistungen der letzten Hallenturniere angeknüpft.“

Der Coach sah die Ursache für das Scheitern darin, dass „wir zu viele eigene Fehler machen und den Gegner zu Toren einladen“. Schwacher Trost: Jetzt kann sich der SV 04 ganz auf das Masters in Olpe konzentrieren und muss nicht eine zweite Mannschaft für die zeitgleich stattfindende RWE-Endrunde abstellen. Dort spielen die Plettenberg-Qualifikanten FSV Werdohl, SF Eichen-Krombach und FC Phoenix Halver.

Ausgeschieden ist im Regionalcup auch der SV Maumke. Der holte beim Turnier in Bestwig aus seinen drei Vorrundenspielen nur einen Punkt.