Dortmund

Alina Gierse sorgt für Top-Leistung

Dortmund.  . Als Trainer Christian Kramer bei Abholung der Startunterlagen die Info bekam, dass „mit den Startnummern etwas durcheinander geraten sei“, konnte er noch nicht ahnen, was an diesem Tag in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle auf die achtköpfige Gruppe der LG Südsauerland zukam.

Kramer: „Letztlich konnte man vor allem in den Sprints von keinem geordneten Wettkampfablauf mehr sprechen, denn schon die früh gelegenen Konkurrenzen mutierten zu ,Weltmeisterschaften im Warten’. Eineinhalb Stunden Verzögerung zerrten an Geduld wie Energie und bescherten den Aktiven alles andere als optimale Bedingungen. Und wenn das passende Aufwärmen zur Lotterie wird, rücken Bestleistungen in weite Ferne.“

Julius Knoches Lauf nicht erfasst

Nicht so bei Julius Knoche und Alissa Radziewsky (beide 15) vom LGS-Stammverein TV Kirchhundem. Nachdem er sich sprichwörtlich die Beine in den Bauch gestanden hatte, fegte Julius Knoche in 7,63 Sekunden über das Parkett und heimste ebenso eine neue Bestmarke ein wie die Benolperin Alissa Radziewsky, die in 8,53 Zweite über 60 Meter der Klasse W15 wurde.

Kurios: Der zweite 60 Meter-Lauf von Julius Knoche wurde absolviert, aber in der Ergebnisliste nicht erfasst. Ob sich der Kirchveischeder nochmals verbessern konnte, bleibt damit vorerst offen.

Die Top-Leistung des Tages aus Sicht der LG Südsauerland erbrachte die Meggenerin Alina Gierse vom Stammverein TSG Lennestadt. Sie wuchtete die 3-kg-Kugel auf 11,49 Meter, was ihr neben einem dritten Platz auch die Qualifikation zu den Westfälischen U18-Meisterschaften Mitte Januar an gleicher Stelle sowie einen neuen Hallen-Kreisrekord einbrachte.

In 8,57 Sekunden zeigte Alina Gierse ebenfalls eine neue 60 Meter-Bestleistung und stellte einmal mehr ihre Vielseitigkeit unter Beweis.

Helena Grap und Carlotta Selbach – zuletzt mit Spitzenergebnissen über 60 Meter flach sowie über die Hürden – zollten den Bedingungen Tribut und blieben in 8,60 bzw. 8,18 Sekunden hinter ihren Möglichkeiten. Ferner traten sie aufgrund der Verzögerungen im Hürdensprint erst gar nicht mehr an.