Adiller, Pfaff, Rost, Neuer...

Sedat Adiller war der gefeierte Held nach dem Kreis-Pokalfinale. Der Torwart des SV Rothemühle hielt beim Elfmeterschießen nicht nur den letzten Ball des Olpers
David Ohm, sondern verwandelte direkt darauf selbst zum 6:5-Sieg.

Der 40-jährige SVR-Torwart befindet sich damit in illustrer Gesellschaft. Jeder Fußballfan kann sich noch an den Torwart Hans-Jörg Butt erinnern, der für den Hamburger SV, Bayer Leverkusen und
Bayern München insgesamt 32 Mal vom weißen Punkt aus getroffen hat.

Als Weltrekordler gilt Rogiero
Ceni vom FC Sao Paulo. Der Brasilianer soll in seinen fast 600 Spielen 124 Elfmeter- und Freistoßtore erzielt haben. Als er zum 100. Mal traf, stieg zu seinen Ehren ein Feuerwerk über der Stadt hoch.

Doch ein Torwart-Tor plus gehaltenem Elfer bei einem Elfmeterschießen? Das gelang nicht vielen. Dies vollbrachten zum Beispiel...

Jean-Marie Pfaff vom FC Bayern München im November 1988 beim UEFA-Pokalspiel gegen Paok Saloniki. Endstand 9:8 für Bayern.

Frank Rost von Werder Bremen im DFB-Pokalfinale 1999 gegen Bayern München. Zunächst verwandelte er gegen Oliver Kahn, dann parierte er gegen Lothar
Matthäus.

Manuel Neuer im Champions League Finale 2012: Der hielt gegen Juan Mata und verwandelte gegen Petr Cech. Geholfen hat’s der Mannschaft dahoam nicht.

Wohl aber half der Elfenbeinküste die Kunst ihres Torwarts im Endspiel des Afrika-Cups 2015 gegen Ghana. Da parierte Torwart Boubacar Barry drei Elfer und versenkte einen darauffolgenden. Was ihn mit Adiller verband: Auch ihn plagten vor dem Elfmeterschießen Krämpfe. Lothar Linke

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