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45 Stunden Knochenarbeit für einen erfolgreichen Start

15.02.2012 | 18:26 Uhr
45 Stunden Knochenarbeit für einen erfolgreichen Start
Am Boden, aber längst nicht besiegt: Jannik Buchen, 18-jähriges Talent der SpVg Olpe, in Hombruch. Foto: Leemreize

Olpe.Das Training hat es in sich: rennen und rackern bis zur Erschöpfung. Mal ohne, mal mit Ball. Tag für Tag. Bei Fußball-Verbandsligist SpVg Olpe summiert sich diese Art der Leibesübungen auf 17 Einheiten, zwei Testspiele und zwei Hallenturniere. Macht 45 Stunden.

45 Stunden Knochenarbeit für einen guten Start in die Punktejagd 2012. Seit dem 19. Januar bereiten sich die Kicker vom Kreuzberg auf den Tag X vor. Vier Wochen Vorbereitung. Vier Wochen schuften. Vier Wochen schwitzen. Und am Ende der Leidenszeit - die Kreisstädter tragen ihr erstes Meisterschaftsspiel in diesem Jahr am Sonntag beim FSV Werdohl aus - zieht Trainer Irfan Buz ein positives Fazit. ,,Alle haben gut gearbeitet. Diese Vorbereitung ist sogar besser verlaufen als im Sommer”, erklärt der Meinerzhagener und verteilt ein pauschales Kompliment an sein Team: ,,Von der Arbeit her bin ich sehr zufrieden.”

Gleichwohl weiß der Coach, dass sich die Bedingungen nicht als optimal erwiesen. Temperaturen bis minus 22 Grad, gefrorener Boden - doch nach einer Ausrede sucht Buz nicht: ,,Alle anderen Klubs haben mit den gleichen Schwierigkeiten zu kämpfen.” Trotzdem: Die maximale Leistungsfähigkeit wird seine Mannschaft in Werdohl nicht abrufen können. ,,Zwei Wochen”, so glaubt der Trainer, ,,brauchen wir noch für den Feinschliff.” In dieser Zeit soll insbesondere im taktischen Bereich und an der körperlicher Fitness gearbeitet werden.

Dass sich die Akteure trotz aller widrigen Umstände in einer erstaunlichen Frühform befinden und Hoffnungen auf eine erfolgreiche Fortsetzung der Meisterschaftsserie schüren, bewiesen sie in den winterlichen Tests mit dem Sieg beim Olper Stadtpokalturnier, dem Sieg beim Hallen-Masters und dem 6:2 beim Landesligisten Hombrucher SV. Da besitzen die 1:2-Niederlage beim SV Hohenlimburg und die am Dienstag ausgefallene Begegnung beim FSV Gerlingen nur statistischen Wert.

Besonders erfreulich dürfte für Irfan Buz die Erkenntnis sein, dass er sich auf seine blutjungen Spieler verlassen kann. In Hombruch kam seine Start-Elf gerade einmal auf ein Durchschnittsalter von 21,5 Jahren. Jüngster Akteur auf dem Kunstrasen war Jannik Buchen (18), gefolgt von Matthias Stahl, Philipp Bredebach, Denis Huckestein und Christoph Sauermann (alle 20).

Talente, die ihren Weg gehen werden. Aber auch auf die erfahrenen Kicker, die lange Zeit fehlten, kann Buz wieder zurückgreifen. Wie etwa auf Nikolaos Konstantinidis, der wegen einer Knöchelverletzung wochenlang pausierte, oder Yasin Aktas, der berufsbedingt kürzer treten musste. Beide sind fit und spielten in Hombruch. ,,Sie sind sehr wichtig für die Mannschaft”, sagt Buz. Hinzu kommt, dass sich Christian Luke nach seinem schweren Unfall in Bleche langsam ins Team spielt. Er wurde in Hombruch eingewechselt.

Thomas Hüpper beendet wohl Gastspiel in Olpe

Sein Gastspiel in Olpe wird wohl Thomas Hüpper beenden müssen. Der 25-Jährige hat in Köln eine Arbeitsstelle angenommen und in der Vorbereitung kaum trainiert. ,,Er ist im Moment kein Thema”, bestätigt Buz. Als größter Pechvogel erwies sich in den letzten Wochen Sebastian Wasem, der sich im Hallenturnier einen Kreuzbandriss zuzog und am vergangenen Montag im Lüdenscheider Krankenhaus operiert wurde.

Wenn es um das Innenleben des Olper Kader geht, dient der 22-jährige Defensivspieler als ideales Beispiel. Denn: Obwohl schwer verletzt, ließ sich Wasem bei fast allen Trainingseinheiten am Kreuzberg blicken. Bei den Tests sowieso. Die mannschaftliche Geschlossenheit jedenfalls stimmt. Auch ein kleines Zeichen in Richtung Werdohl.

Werner Leemreize

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