Das aktuelle Wetter NRW 12°C
Kreis Olpe

3 x 2 bedeutet für Kerstin Platz eins

21.12.2008 | 15:17 Uhr

Kreisgebiet. Die Rechnung für Kerstin Szymkowiak (früher Jürgens) ist aufgegangen: "3 x 2 = 1" . ...

Sehr erfolgreich: Kerstin Jürgens, hier beim Weltcup-Auftakt in Winterberg. (Foto: Dietmar Reker)

... Nach drei zweiten Plätzen bei den Weltcup-Rennen in Winterberg, Altenberg und zuletzt Igls (Innsbruck) geht die Skeleton-Pilotin aus dem beschaulichen Marmecke bei Kirchhundem als Führende der Gesamtwertung in die verdiente Winterpause. Der am Freitag vorgesehene Weltcup im italienischen Cesana Pariol fiel buchstäblich in den Schnee und musste vorzeitig abgesagt werden. "Wir versinken in der weißen, heute leicht nassen Masse", schrieb Kerstin Szymkowiak Anfang der Woche in ihrem Online-Tagebuch.

Weiter heißt es auf ihrer Homepage: "Seit Sonntagabend schneit es nun, und es schneit und schneit und schneit! Wir können die Arme kaum noch hochheben vor Muskelschmerzen vom Schnee schüppen. Bis jetzt sind eineinhalb Meter Schnee gefallen. Die Autos sind kaum noch zu sehen, obwohl sie schon zweimal freigeschaufelt wurden.

Sämtliche Zufahrtstraßen sind gesperrt, von Sestriere oben geht gar nichts mehr. Wir sind froh, 700 Meter weiter unten zu sein. Das Training für heute ist schon abgesagt. Es weiß niemand mehr, unter welchem weißen Haufen die Bahn ist."

Die gewaltigen Schneemassen in Cesana stoppten den vierten Skeleton-Weltcup. Nach zwei Metern Neuschnee in drei Tagen gab es auch noch Lawinenwarnungen. Bereits am Mittwoch traten Kerstin Szymkowiak und Co. die Heimreise in die Weihnachtspause an.

In die geht die Sportstudentin aus dem Kreis Olpe "mit dem gelben Leibchen des Worldcup-Leaders". Die Pause will Kerstin für gezieltes Training nutzen, "damit ich die guten Leistungen auch in der zweiten Saisonhälfte erhalten kann, beziehungsweise mich am Start verbessere."

Weiter geht es im Skeleton-Weltcup ab dem 9. Januar 2009 in Königssee. Beim letzten Rennen im österreichischen Igls fehlten Kerstin Szymkowiak ganze acht Hundertstel am ersten Saisonsieg. Danach sah es nach dem ersten Lauf gar nicht aus. Hier lag die Weltklasse-Athletin "nur" auf dem vierten Rang.

Ihre Zielankunft nach dem zweiten Lauf schildert Kerstin so: "Im Ziel, der Zielauslauf ist die Hölle, konnte ich kurz auf die Anzeigetafel schauen, bevor ich in Tunnel und Matten verschwand. Wolfram (Co-Trainer und Schlittenbauer Wolfram Schweizer, d.Red.) bestätigte mir dann sofort: Bahnrekord!

Und als er mir noch die Startzeit sagte, musste ich erst einmal laut schreien. Jawoll! Das war ein Lauf." Und nachdem die zweimalige Saisonsiegerin und Weltmeisterin Anja Huber nur auf dem achten Platz landete, war die Gesamt-Weltcupführung von Kerstin Szymkowiak perfekt.

Die für die RSG Hochsauerland startende Studentin der Sportwissenschaften wurde nur von der Überraschungssiegerin Shelley Rudman (Großbritannien) geschlagen.

Von Martin Droste

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/1125602/create

Umfrage

Schafft die SpVg Olpe den Klassenerhalt in der Fußball-Westfalenliga?

 
Aktuelle Fotos und Videos
SpVg Olpe verliert Faden und zwei Punkte gegen Hassel
Bildgalerie
Frust nach eklatantem...
Leyhe-Debüt in Willingen
Bildgalerie
Weltcup
Freudenfest in Willingen
Bildgalerie
Weltcup-Finale
Aus dem Ressort
Olper Abstieg nach 1:2 gegen Wickede besiegelt
Fußball-Westfalenliga
Es war 17.10 Uhr. Da ließen sich die Fußballer der SpVg Olpe gestern erschöpft und tief traurig auf den Rasen des Kreuzbergstadions fallen. Denn da war die 1:2 (1:1)-Niederlage und damit der Abstieg der Olper aus der Westfalen- in die Landesliga nach exakt vier Jahren und zehn Tagen besiegelt.
Finnentrop/Bamenohl gewinnt „das wichtigste Saisonspiel“
Landesliga-Derby gegen...
Wichtige Punkte für den Klassenerhalt fuhr die SG Finnentrop/Bamenohl beim 2:1 (0:0) Heimsieg im Kreisderby gegen RW Hünsborn. Man sah förmlich, wie angespannt die Nerven des Bamenohler Trainer Matthias Kremer waren. Nach dem Schlusspfiff nahm er erst einmal seine Spieler in den Arm....