1100 Kilometer im Wasser, auf dem Rad und in Laufschuhen

Olpe..  Die ersten drei Monate des Jahres liegen hinter ihm. In dieser Zeit hat er rund 1100 Kilometer im Wasser, auf dem Rad und in den Laufschuhen absolviert. Und am 12. Juli will er bei seinem achten Ironman in Roth wieder den Kampf gegen sich selbst aufnehmen – Ernst Klein, 52 Jahre, vom TV AttendornTri Time. Wie seine sieben „Eisenmann-Kollegen“ sucht er nach Sponsoren, deren Euros der guten Sache dienen werden.

„Ich stelle mir während des Wettkampfs immer wieder die Frage: Warum? Wo ist der Sinn des Ganzen?“ Beantwortet hat er sie nicht. Erst mit knapp vierzig Jahren stieg er in den spektakulären „Dreikampf“ ein. 2002 war das, am Biggesee. „Da packte mich das Virus, beim Radfahren mit einer Scheibe Brot auf dem Gepäckträger. Doch mittlerweile bin ich mit dem Rennrad unterwegs.“

2005 folgte dann die erste Langdistanz. „Schon während der Schulzeit hörte ich von den Wahnsinnigen auf Hawaii. Aber ich war begeistert, auch wenn ich dachte: ‚Das ist für mich nicht machbar‘. Nicht die Schnelligkeit, die Zähigkeit imponierte mir.“

Einzelhändler in Attendorn

Der gelernte Werkzeugmeister wollte nach der Schule erst mal etwas „Handfestes“ machen. „Dann folgte ein Exkurs in eine andere Welt: Sozialarbeiter. „Heute bin ich Dealer von biologisch angebautem Gemüse als kleiner Einzelhändler in Attendorn“, beschreibt Ernst Klein seinen beruflichen Lebensweg. Privat überlässt er die latein-amerikanischen Rhythmen seiner Partnerin – „Tanzen ist nicht mein größtes Talent“. Dafür „beglückt“ er Attendorn „beim Gauklerfest und dem ungeliebten Kulturbahnhof“.

Beglücken will er aber vor allem dank vieler Sponsoren den Hospizdienst der Caritas (Camino), den Deutschen Kinderhospizverein und den Förderverein Josefshaus. Und bei allem sportlichen Ehrgeiz denkt er auch an seinen ersten Ironman, „den ich locker angegangen bin mit einer gemütlichen Schlafeinlage bei herrlichstem Wetter in Roth.“