100 Zuschauer sind in der Vorrunde eine magische Grenze

Auch die neun Mannschaften - hier Vorrundensieger FC Altenhof - fanden auf der Tribüne reichlich Platz.
Auch die neun Mannschaften - hier Vorrundensieger FC Altenhof - fanden auf der Tribüne reichlich Platz.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Diese Zuschauerzahlen sorgten für Diskussionen. 110 zahlende Kunden zählten die Kassierer am ersten Turniertag, 118 am zweiten - macht zusammen 228. Nicht übermäßig viele, aber auch nicht beängstigend wenige.

Kreis Olpe/Kreuztal..  Trotzdem: Die leeren Sitzplätze spalteten bei der Vorrunde um den RWE-Wintercup in Kreuztal Fußballer und Fans in zwei Lager.

Fest steht: Dort, wo Handball-Drittligist TuS Ferndorf zu seinen Heimspielen regelmäßig 1000 Zuschauer begrüßt, war am vergangenen Wochenende die Tribüne nur spärlich besetzt. „Es sind fast nur Spieler und Familienangehörige hier“, stellte nicht nur Albert Hasenau, Vorsitzender des SV 04 Attendorn, fest. Und der Umstand, dass an beiden Tagen sieben Stunden lang gespielt wurde, erhöhte die Fluktuation unter den Augenzeugen. Da konnte auch Schlagerstar Helene Fischer, die einige Male in den letzten 60 Sekunden der Begegnungen musikalisch zugeschaltet wurde, nicht helfen. Atemlos ging es nur unten auf dem Spielfeld zu.

Trotzdem war Turnierkoordinator Ralf Detzner nicht unzufrieden. „100 ist bei unserem Turnier in der Vorrunde so etwas wie die magische Grenze. Die haben wir erreicht“, erklärte er und verwies auf die Tatsache, dass im vergangenen Jahr, als in der Sporthalle Stählerwiese nur an einem Tag gespielt wurde, weniger Zuschauer gezählt worden waren. Seiner Meinung nach besitzt die Stadt Kreuztal Perspektiven. Detzner: „Das muss sich entwickeln.“

Vergleiche zwischen Kreuztal und dem Kreis Olpe fördern jedoch große Unterschiede zu Tage. Im Siegerland die überschaubare Kulisse, nebenan in Olpe, Attendorn oder Drolshagen proppevolle Hallen. Krasse Gegensätze, große Stimmungsschwankungen. „Es ist normal, dass in der Vorrunde des RWE-Wintercups nicht die Zuschauerzahlen zustande kommen wie bei den Stadt- und Gemeindepokalturnieren“, meint Detzner, der für mögliche neue Spielorte des RWE-Wintercups immer ein offenes Ohr hat. Der Turnier-Chef: „Wenn ein Olper Verein Interesse an der Austragung hat, werde ich das prüfen.“

Albert Hasenau hatte mit dieser Möglichkeit bereits liebäugelt und wollte sich eigentlich mit seinem SV 04 in diesem Jahr für die Ausrichtung einer Vorrunde in der Rundturnhalle bewerben. Sein Plan scheiterte jedoch an Terminüberschneidungen.

Was nicht ist, kann ja noch werden. Ralf Detzner jedenfalls hört sich alle Varianten an. In diesem Jahr findet die Vorrunde des mit 180 Mannschaften größten NRW-Hallenturniers in zehn Sporthallen statt.