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0:5 - Leblose Olper jetzt auch noch ohne Yilmaz

20.05.2012 | 23:50 Uhr
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0:5 - Leblose Olper jetzt auch noch ohne Yilmaz
Yilmaz SpVg Olpe

Wanne Eickel.   Die Leistung von Sonntag lässt nur ein Fazit zu: So steigt die SpVg Olpe ab! Die 0:5 (0:4)-Blamage beim DSC Wanne-Eickel nährt sogar die Befürchtungen, dass der heimische Fußball-Westfalenligist aus den letzten beiden Saisonspielen gegen Westfalia Wickede und bei TuS Eving-Lindenhorst keinen Punkt mehr holt

Es brennt lichterloh. Nicht auf, aber neben dem Rasen. Die 29. Minute von Wanne: Der Olper Trainer Irfan Buz wechselt Tecelli Yilmaz aus und bringt Yasin Aktas. Stinksauer, ohne Handschlag, ohne Kontakt zum Coach und mit starrem Blick auf den Boden verlässt der 22-Jährige den Platz und steuert schnurstracks in die Kabine.

Wenige Minuten später trägt Yilmaz seine schwarze Sporttasche auf der linken Schulter und verlässt die Mondpalast-Arena. Enttäuscht, frustriert, tief gekränkt.

Folge des kurzen Einsatzes: Der Außenverteidiger fühlt sich als Sündenbock und erklärt im Gespräch mit unserer Zeitung: ,,In Olpe spiele ich kein Fußball mehr!” Heißt: Sofortiger Rückzug. Der Spielvereinigung fehlt ab sofort neben Thomas Rath (Kapselanriss im Knöchel) auch noch Verteidiger Tecelli Yilmaz.

Unbestritten ist, dass Buz bei der Auswechslung von Yilmaz die freie Auswahl hatte, denn alle Feldspieler betrieben intensiv Eigenwerbung für einen Platz auf der Bank. 0:3 hieß es zu diesem Zeitpunkt bereits, 0:5 hätte es heißen können, wenn Olpes Torwart Christoph Sauermann nicht gegen Sven Jubt (4.) und Tim Dosedal (20.) glänzend pariert hätte.

So oder so: Spätestens zur Pause beim 0:4 waren alle Diskussionen um einen Punktgewinn der Gäste beendet. ,,Wir haben uns vor dem Spiel alles anders vorgestellt”, schüttelte Vorstandsmitglied Jörg Hennecke fassungslos den Kopf…..

Es war nicht das Ergebnis, das den zwölf Schlachtenbummlern die Zornesröte ins Gesicht schrieb, sondern vielmehr die Art und Weise wie es zustande kam.

Bis auf Christoph Sauermann präsentierten sich alle Kicker in Schwarz-Weiß in katastrophaler Verfassung. In der Abwehr löchrig, im Mittelfeld ideenlos, im Angriff harmlos. Nichts, aber auch gar nichts klappte. Olpe wirkte lustlos, hilflos, leblos. Und so mancher Zuschauer am Rande der Bande wusste nicht, im welchem Jahrzehnt er zuletzt eine dermaßen schwache Leistung gesehen hatte. ,,Ich habe keine Erklärung dafür. Ich kann das nicht begreifen”, resümierte Hennecke.

Dabei erwies sich das 0:5 noch als ein schmeichelhaftes Resultat, denn Tim Dosedal (37.) und Marvin Schulz (58.) trafen für Wanne zudem Pfosten und Latte. Und Sauermann machte im zweiten Durchgang noch drei hundertprozentige Chancen der Hausherren zunichte.

Und wer gedacht hat, dass die drei Einwechslungen der Kreisstädter nach der Pause der Mannschaft ein neues Gesicht verliehen hätten, sah sich getäuscht. Die Olper steigerten sich zwar, doch im gleichen Maße schalteten die Hausherren im Wissen um den sicheren Sieg zwei Gänge zurück.

Die Spielvereinigung Olpe ist am Tiefpunkt angelangt. Ins Bild des tristen Nachmittags passte schließlich die Nachricht, dass der FC Brünninghausen die SpVg Erkenschwick zeitgleich mit 4:3-Toren bezwungen hatte und Olpe so auf einen Abstiegsplatz rutschte. ,,Jetzt wird es ganz schwierig”, sagte Buz: ,,Wir müssen die letzten beiden Spiele gewinnen.” Aber wie und mit welcher Mannschaft?

Werner Leemreize

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