Zwei schwierige Aufgaben

Kleve..  Der Tischtennissport hat seine Regeln, die durch ungeschriebene erweitert werden können: Denn wie in jedem Jahr lösen die ersten Sommertage die Tischtennissaison ab. So reisen auch die Zweitligaspielerinnen von Weiß-Rot-Weiß Kleve am Wochenende in den Süden Deutschlands, um sich den letzten Herausforderungen der aktuellen Spielzeit zu stellen.

Zunächst gastieren sie am Samstag um 18.30 Uhr bei der DJK Offenburg, während am Sonntag um 14 Uhr die NSU Neckarsulm auf die Kleverinnen wartet. „Beide Mannschaften sind mit uns auf Augenhöhe“, erwartet WRW-Spielerin Judith Hanselka einen schweren Saisonabschluss. „Wir können zwar nicht mehr absteigen, dennoch wollen wir natürlich noch einige Punkte holen.“ Nach ihrem Auslandsaufenthalt wird Yuko Imamura wie schon gegen den TuS Uentrop und den TTC Wendelstein für die Kleverinnen aufschlagen. Mehr noch wird sie das Team vor Jelena Muetstege anführen. Dahinter schlagen Annie Yang und Hanselka auf.

Ildiko Imamura wird das Team auf der Fahrt betreuen. „Wir spielen somit nicht in Bestbesetzung. Trotzdem sind wir am Sonntag in Neckarsulm leicht favorisiert und besitzen einen Tag vorher in Offenburg durchaus Chancen, um zu punkten“, schätzt Spitzenspielerin Yuko Imamura die Situation ein. Im ersten Vergleich trennten sich die Kleverinnen mit einem 5:5-Unentschieden von den Offenburger Damen. Im Gegensatz dazu sind die WRW-Damen aber jetzt sogar stärker einzuschätzen. An drei Positionen gleich besetzt wird nur Yuko Imamura ihre Mutter ablösen. Theresa Lehmann und Petra Heuberger kommen für die DJK an den hinteren Positionen aktuell genauso auf eine ausgeglichene Bilanz wie Spitzenspielerin Nicole Trosman. Allein die Nummer zwei im Team, Tetyana Maksimenko, scheint momentan ein Schwachpunkt zu sein. „Die Partie ist offen, jeder Punkt ist wichtig und wir können genauso deutlich verlieren wie überzeugend gewinnen“, fällt Yuko Imamura eine Prognose schwer.

Mit einem Sieg in Neckarsulm wolle man aber gerne die Saison abschließen. Doch auch das wird kein Selbstläufer. Denn die Damen aus Neckarsulm haben bereits angekündigt, dass man nach viel Verletzungspech zum Abschluss in Bestbesetzung antreten wird. „Wir dürfen uns nicht von der Tabelle blenden lassen“, sagt Imamura. Die weist nämlich NSU als das schwächste Team der Liga aus. Doch Papier ist geduldig. Das dokumentiert auch die Aussage der Klever Spielerin Yuko Imamura. „In kompletter Besetzung sind sie jedoch schwer zu schlagen. Vom Gefühl her ist es in Offenburg vielleicht einfacher für uns zu bestehen.“