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Zum Aufstieg gezittert

18.06.2012 | 00:01 Uhr
Zum Aufstieg gezittert
Die Fußballer der SV Bedburg-Hau bejubeln den Aufstieg in die Kreisliga A. Foto: Björn Mende

Kreis Kleve.   Trotz der Niederlage gegen Sevelen ist die SV Bedburg-Hau A-Ligist. Die Grün-Weißen sind im letzten Spiel nicht von einem der ersten beiden Plätze zu verdrängen.

Für die Fußballer der SV Bedburg-Hau geht es am Donnerstag zum Saisonabschluss nach Mallorca. Den Flieger in Richtung Baleareninsel werden sie als Aufsteiger in die Kreisliga A betreten und dann ihre Feierlichkeiten fortsetzen. Am Sonntag verloren die Grün-Weißen zwar in Issum mit 3:4 (0:2) gegen den SV Sevelen 2. Von einem der beiden Aufstiegsplätze können sie in der Dreiergruppe aber nicht mehr verdrängt werden.

Thomas Erkens bekam natürlich auch die obligatorische Sektdusche ab. Zuvor hatte es für den SVB-Spielertrainer und seine Schützlinge aber das ganz große Zittern gegeben. Gegen eine Mannschaft, die mit Elan und Spielfreude das Heft des Handelns schnell übernahm, waren die Grün-Weißen gar nicht ins Spiel gekommen. Sevelen indes war bissiger in den Zweikämpfen, meistens einen Schritt schneller. Wie etwa in der 14. Minute, als sich Yannick Albrecht von SVS-Routinier Marcel Bachor zu leicht den Ball abnehmen ließ und Michael Vehreschild wenig später im Strafraum Jens Schwevers regelwidrig zu Fall brachte – den Strafstoß versenkte Fabian Lotoszynski zum 1:0. Neun Minuten später war der Torschütze Wegbereiter des zweiten Sevelener Tores; Schwevers traf nach seinem Zuspiel. Weil SVB-Keeper Kevin Verhoeven stark gegen Daniel Kocian hielt (25.), ging es für die Gäste nicht völlig aussichtslos in die Kabine. Zumal eben dieser Rückstand sogar gereicht hätte, um sicher in der Kreisliga A zu spielen.

Feier spontan geplant

Als Schwevers allerdings noch das 3:0 nachlegte (70.), war für die SVB ein Debakel zu befürchten. „Da war nicht mehr damit zu rechnen, dass wir noch einmal zurückkommen. Aber die konditionelle Stärke war über die gesamte Saison ein großes Plus für uns“, stellte Erkens fest. Josef Gossen brachte Simon Schoofs in Position; der SVB-Angreifer verkürzte (75.) und leitete damit eine turbulente Schlussphase ein, in der vor allem die Gäste ein Wechselbad der Gefühle erlebten. Schwevers’ 4:1 (81.) nämlich hätte am Ende bedeutet, dass Hau nur noch durch Schützenhilfe hätte aufsteigen können. Schoofs aber köpfte eine Ecke von Daniel Lehnert in die Maschen (85.), und der eingewechselte An­dreas Peter verwertete einen Querpass von Daniel Hodann aus kurzer Distanz zum späteren Endstand (88.). Das war’s – die SVB kickt ab August wieder in der Kreisliga A. Geschenkt, dass Julian Kuhlmann bei den Gästen in der 90. Minute noch die Gelb-Rote Karte sah.

Minuten nach dem Schlusspfiff musste Erkens noch mal kräftig durchschnaufen. „Ein ganzer Steinbruch ist mir da vom Herzen gefallen“, sagte der 29-Jährige. Mit dem Bus ging es später auf die Heimreise. Die Aufstiegssause wurde spontan geplant. „Mal sehen, ob wir die Nacht zum Tag machen“, kündigte Erkens an.

Björn Mende



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