Wuppertal zu stark für Mewes-Elf

Kalkar..  Jetzt hat es den SV Hönnepel-Niedermörmter erstmals auch zu Hause erwischt. Gegen den Tabellenzweiten Wuppertaler SV handelte sich die Mannschaft von Georg Mewes die erste Heimniederlage ein, die mit 2:3 allerdings knapp ausfiel. Die Gäste aus dem Bergischen Land waren in einer kampfbetonten Partie die etwas bessere Mannschaft und fuhren daher verdient mit drei Punkten im Gepäck nach Hause. Zweifacher Torschütze der Gäste war Tim Manstein, den dritten Treffer steuerte Nils Nettersheim bei. Für Hö.-Nie. trafen Marc Beckert und Andre Trienenjost.

Es ging gut los für die Platzherren. Bereits nach zehn Minuten stand Beckert kurz vor dem Tor nach einer Hereingabe von der rechten Seite plötzlich drei Meter vor dem Tor völlig frei und hatte wenig Mühe, die Kugel vehement in den oberen Torwinkel zu befördern. Wenig später schoss der gleiche Akteur weit über den Querbalken. Die Begegnung waren geprägt von vielen kleinen Fouls im Mittelfeld, der gute Schiedsrichter Dalibor Guzijan hatte die Partie aber über die gesamte Spieldistanz gut im Griff.

Mäßige Leistung

Wuppertal zeigte als Spitzenteam nur eine mäßige Leistung und kam trotz mehr Ballbesitz zu keinen herausgespielten Torchancen. So war es auch nicht verwunderlich, dass eine Standartsituation ihn der 37. Minute zum Ausgleich herhalten musste. Manstein ließ bei einem Freistoß Tim Weichelt keine Chance.

Vier Minuten später war der gleiche Akteur mit einem Treffer Marke „Tor des Jahres“ zum 1:2 erfolgreich. Aus gut 40 Metern donnerte er den Ball mit Windunterstützung in den Torwinkel, Weichelt konnte da nur staunend zusehen. Mit zwei Sonntagsschüssen war die Partie innerhalb kurzer Zeit gedreht, danach hatte es eigentlich nicht ausgesehen. Hö.-Nie. war dem Favoriten ein ebenbürtiger Gegner gewesen.

Mit viel Entschlossenheit kam der WSV aus der Kabine und suchte eine schnelle Entscheidung. In Minute 50 donnerte Nico Frömmgen den Ball in höchster Not auf den eigenen Kasten, traf zum Glück aber Weichelt, der somit das 1:3 noch verhindern konnte. Dann schoss Torjäger Marvin Ellmann knapp drüber (51.), auch Alexander Thamm machte es nicht besser (63.).

Ohne Durchschlagskraft

Das Mewes-Team konnte sich in der Offensive gar nicht mehr entfalten, so dass Ausgleichschancen nicht herausgespielt werden konnten. Der WSV dominierte nach Belieben, ließ vorne aber die letzte Durchschlagskraft vermissen. Man konnte den Eindruck gewinnen, dass Wuppertal das nun immer mehr verflachende Spiel locker mit 2:1 nach Hause schaukeln wollte. Hö.-Nie. blieb in der Angriffsspitze wirkungslos. Trienenjost zeigte zwar große Laufbereitschaft, kam aber zu keinen Torabschlüssen, weil entsprechende Unterstützung aus dem Mittelfeld fehlte.

Vier Minuten vor dem Ende musste Weichelt einen flach geschossenen Freistoß von Ellmann entschärfen. In der 90. Minute war er dann aber machtlos. Nach einem Konter stocherte Nettersheim den Ball irgendwie über die Torlinie und machte die letzten Hoffnungen des Platzvereins zunichte. Das 2:3-Kopfballtor von Trienenjost hatte nur noch statistischen Wert. Georg Mewes enttäuscht: „Uns haben Kampf und Passgenauigkeit gefehlt.“

Das Spiel in der Statistik

SV Hö.-Nie.: Weichelt – Seyfried, Dragovic, Losing, Frömmgen (69. Wezendonk), Mikolajczak, Boldt, Heppke, Schüssler (10. Seidel), Trienenjost, Beckert (82. Terwiel).

Wuppertaler SV: Fronczyk, Danijel Gataric, Schmetz, Thamm, Leikauf, Grün, Dalibor Gataric (80. Leven), Krampe (80. Sindi), Manstein, Ellmann (87. Nettersheim).

Tore: 1:0 (10.) Beckert, 1:1 (37.) Manstein, 1:2 (41.) Manstein, 1:3 (90.) Netterheim, 2:3 (90.+2) Trienenjost.

Zuschauer: 700.