WRW-Duo verpasst knapp Halbfinale

Kleve. M.  it Höhen und Tiefen endeten die zweitägigen Westdeutschen Meisterschaften der Damen und Herren in Brackwede für das startende Trio von Weiß-Rot-Weiß Kleve. Während Verena Bauer, Pia Dorißen und Maike Aatz sich im Einzel schon am Samstag aus dem Turnier verabschiedeten, schlugen Bauer und Dorißen am Sonntag noch im Doppel auf und verpassten nur knapp den Sprung ins Halbfinale. „Dass den Spielerinnen im Einzel der Sprung in den zweiten Turniertag nicht gelang, ist bei dem starken Teilnehmerfeld aber auch wenig überraschend“, relativierte Vereinsvorsitzende Sabine Bötcher das Ausscheiden des Trios. Denn am Sonntag fanden im Doppel und im Einzel die Partien ab dem Viertelfinale statt.

Auf gutem Weg

Auf einem guten Weg in das Viertelfinale im Einzel war Verena Bauer zwischenzeitlich. Souverän erspielte sie sich in der Vorrunde den Gruppensieg, weil sie sich ohne Satzverlust gegen Melanie Meredig (TuS Hiltrup) und Bettina Wagner (SV DJK Holzbüttgen) behauptete, während sie gegen Christine Lammert (TV Kuperdreh) ein 3:1 verbuchte. Besonders mit dem Erfolg gegen Gruppenkopf und Zweitligaakteurin Lammert war Bauer zufrieden. „Die beiden ersten Partien musste ich gewinnen und das habe ich souverän gemacht. Ich wusste, dass ich auch Lammert besiegen kann. Das ist mir gelungen und ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung in der Gruppenphase.“

Im Achtelfinale stand sie dann Gabriele Jansen gegenüber, gegen die sie nur eine Woche zuvor bei der Regionalligapartie zwischen WRW Kleve 2 und dem TTC Grün-Weiß Fritzdorf unglücklich in fünf Sätzen unterlag. „Mir liegt ihre Spielweise. In der Hinrunde habe ich knapp gewonnen, in der Rückrunde knapp verloren. Ich hatte gehofft, das Spiel offener gestalten zu können.“ Doch mit 0:4 unterlag Bauer deutlich. „Jansen war einfach sehr stark“, kommentierte die Kleverin. Das musste auch schon Pia Dorißen in der Gruppenphase anerkennen, in der sie auf Jansen traf und der sie ohne Satzgewinn unterlag. Neben einem 3:0-Erfolg über Alla Gorbenko (DJK SF 08 Rheydt) gab es zudem eine überraschende 0:3-Pleite gegen Zeynep Hermi (DJK BW Annen). Hinter Jansen, die die Gruppe mit 3:0-Spielen gewann, wiesen die übrigen Spielerinnen am Ende eine 1:2-Bilanz auf. Aufgrund des schlechteren Satzverhältnisses wurde Dorißen Dritte und musste Hermi den Vortritt beim Einzug in das Hauptfeld lassen.

Für Maike Aatz gab es am Freitag erst einmal eine unverhoffte Botschaft. Denn erst einen Tag vor dem Turnier erfuhr die Oberligaspielerin, dass sie als Ersatzspielerin in das Teilnehmerfeld rücken würde. Doch auch für sie war das Turnier im Einzel dann schon nach der Vorrunde beendet. Zwar behauptete sie sich über Kristin König (TTSV Schloß Holte-Sende), gegen Jeanette Püski (Borussia Düsseldorf) und gegen Zweitligaspielerin Ying-Ni Zhan (TuS Uentrop) gab es aber nach guten Partien jeweils eine 1:3-Niederlage.

Erst kurz vor den Medaillenrängen wurden Dorißen und Bauer im gemeinsamen Doppel gestoppt. Nach einem Freilos in der ersten Runde spielten sie sich mit einem Sieg über Julia Pantel und Barbara Stelte (beide TTV Ense 1975) in das Viertelfinale. Dabei drehte das Duo einen 1:2-Satzrückstand und feierte mit einem 12:10 im Entscheidungssatz den Einzug in die Runde der letzten Acht. Hier ging es am Sonntagmorgen gegen Kristin König und Katharina Michajlova (TuS Bad Driburg) erneut über die volle Distanz. Dieses Mal hatten die Gegner trotz einer 2:0-Satzführung von Bauer und Dorißen aber das bessere Ende für sich.

Maike Aatz bekam unterdessen eine Mitspielerin zugelost – und das war keine Geringere als Bundesligaspielerin Nadine Bollmeier vom TUSEM Essen. Dennoch gab es gegen das eingespielte Duo vom TTSV Schloß Holte-Sende, Christiane Thöne und Vanesja Sriskandarajah, eine 2:3-Niederlage. Übrigens: Bollmeier setzte sich im Einzelfinale gegen Michajlova durch und nahm den Titel der Westdeutschen Meisterin mit nach Hause. Im Doppel siegten Nadine Sillus und Ying-Ni Zhan vom TuS Uentrop.

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