Wissel fegt Tabellenführer weg

Kreis kleve..  Ohne einzugreifen– der FC Aldekerk hatte gestern spielfrei – übernahmen die Blau-Weißen die Tabellenspitze. Grund war die hohe Niederlage der Walbecker in Wissel.

BV Sturm Wissel –SV Walbeck 4:1 (3:1)

Daniel Janßen (8.) und Robin Deckers (10.) brachten den BV Sturm Wissel schon früh im Spiel mit 2:0 in Front. Der SV Walbeck konnte durch Phillip Pasch nur sechs Minuten später aber schon wieder auf 1:2 verkürzen. Mehr war für den Titelaspiranten, der die Tabellenführung wieder an den FC Aldekerk abgeben musste, gestern aber nicht drin. Denn Deckers machte den Sack für Wissel endgültig zu (28., Foulelfmeter, 75.). Am Ende standen nur noch neun Walbecker Spieler auf dem Platz, nachdem Kapitän Stefan Patyk (28.) und Dirk Hegmanns (88.) die Gelb-Rote Karte gesehen hatten.

Viktoria Goch II – KSV Kevelaer 2:0 (1:0)

„Wir haben uns sehr schwer getan, letzten Endes aber gewonnen. Und nur das zählt“, blickte Gochs Trainer Torsten Vöckel auf die Begegnung mit dem KSV zurück, die erst wenige Minuten vor dem Ende durch einen verwandelten Handelfmeter entschieden worden war. Kevelaer musste mit dem letzten Aufgebot antreten und machte die Räume eng. Die Gocher Reserve, die wieder mit Verstärkung aus der Ersten angetreten war, hatten lange Zeit Probleme. Nach der Pause drängten die Gäste auf den Ausgleich, mussten aber den Knockout hinnehmen. „Schade. Der Ausgleich wäre gerecht gewesen“, sagte KSV-Obmann Jean Kamps.

Concordia Goch – Grün-Weiß Vernum 0:2 (0:1)

Die Gäste bauten ihre gute Positon mit einem Dreier an der Vulkeskuhle weiter aus. „Wir waren heute etwas gefährlicher und glücklicher im Abschluss“, fand Vernums Trainer Sascha Heigl, dass seine Elf verdient die Nase vorne hatte. „Es hat heute nicht sollen sein. Wir haben den Ball nicht über die Linie bekommen“, sah auch Gochs Spielertrainer Stephan Gregor den entscheidenden Vorteil im Abschluss bei den Gästen. So sehr sich seine Mannen auch nach dem Rückstand aus Abschnitt eins bemühten, der Ball wollte einfach nicht ins Ziel. Vernum stand hinten stabil und ließ vorne auch noch die eine oder andere Konterchance für einen weiteren Torerfolg liegen.

DJK Appeldorn – TSV Weeze 1:5 (0:2)

„Wir verteilen momentan Geschenke.“ Jens Hoffmann, Spielertrainer der DJK, wusste nach der zweiten Pleite am Osterwochenende unmittelbar nach Spielschuss noch keinen Rat, wie er das in Zukunft ausräumen kann. Tatsache war, dass seine Elf nicht recht ins Spiel fand, sich nach den Rückständen nicht aufgab, aber immer dann, wenn sie nah dran war, das Spiel vielleicht doch noch zu drehen, wieder einen Rückschlag in Form eines Gegentreffers hinnehmen musste. „Wir haben die Tore immer zum richtigen Zeitpunkt gemacht“, freute sich Weezes Coach Hartmut Bieck, der das Ergebnis gleich nach dem Abpfiff „gar nicht richtig glauben“ konnte, über den „ganz wichtigen Dreier“.

SV Siegfried Materborn – GSV Geldern 0:6 (0:0)

Für den GSV Geldern war das Meisterschaftsspiel gegen Materborn schwerer als gedacht. „Sie haben in der ersten Halbzeit mit einer Achterkette hinten drin gestanden und darauf geachtet, möglichst nicht nach vorne zu spielen“, berichtete GSV-Coach Peter Streutgens. Der Bann brach erst nach der Pause, als Kai Rietz (54., 76.), Maik Noldes (57., 73., 82.) und Amir Hashani (89.) Geldern verdient auf die Siegerstraße brachten. Die Niederlage hätte für Materborn jedoch noch wesentlich höher ausfallen können. „Bei gefühlten 80 Prozent Ballbesitz hatten wir mehrere hundertprozentige Chancen, die wir ausgelassen haben“, so Streutgens.

DJK Twisteden – SV Rindern 3:3 (2:0).

Zweimal lag die DJK mit zwei Toren vorne, bevor Konstantin Nagel sechs Minuten vor dem Schlusspfiff den Ausgleich für den SVR erzielte. Die erste Halbzeit ging dagegen klar an die Gastgeber. Dank Peter van Bühren (15.) und Chris Kleuskens (18.) führten sie zur Pause verdient mit 2:0. „Wir haben in der ersten Halbzeit sehr gut gespielt. Da war das Ergebnis völlig verdient“, erklärte DJK-Coach Andreas Raadts. Jedoch stellte Rindern nach dem Pausentee um und erzeugte mehr Druck. „Damit sind wir dann nicht mehr so klar gekommen“, berichtete Raadts. Viktor Mast verkürzte nach 65 Minuten auf 1:2 für Rindern, ehe van Bühren den alten Abstand wieder herstellte (80.). Lars Buunk (82.) und Nagel (84.) egalisierten wenig später für Rindern. Beide Teams hatten bis zum Spielende Chancen zum Siegtreffer.