Wensing verpasst die Meisterschaft

Fußball: Am vergangenen Wochenende wurde der FC Bayern Meister. Der VfL Wolfsburg zog den Kürzeren.

Kreis Kleve. Insgesamt 14 Spieltage lang standen die Frauen des VfL Wolfsburgs mit der Qualburgerin Luisa Wensing an der Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga. Ausgerechnet am letzten Spieltag der Saison wurden sie vom FC Bayern München eingefangen. „Die Enttäuschung war schon sehr groß“, gesteht Wensing. Die Meisterschaft verloren die Wolfsburgerinnen nach einem Herzschlag-Finale, in dem ihnen ein Sieg gegen den Tabellendritten 1. FFC Frankfurt zur Meisterschaft gereicht hätte.

Doch die VfL-Frauen kamen in der Mainmetropole nicht über ein 1:1 hinaus. Deshalb konnte Bayern München mit einem eigenen 2:0-Erfolg an Wolfsburg vorbeiziehen und die Meisterschale am Ende in den Himmel heben.

Wensing selbst konnte sich das Spiel wegen eines noch nicht verheilten Wadenbeinbruchs erneut nur von der Tribüne aus ansehen. Die 22-jährige hatte jedoch eigentlich ein gutes Gefühl. „Nachdem wir die erste Halbzeit total verschlafen haben und mit 0:1 zurücklagen, hat die Mannschaft zur zweiten Hälfte Moral bewiesen. Nach dem 1:1 waren wir auf der Tribüne schon sehr optimistisch und dachten, dass das zweite Tor noch fällt. Aber wie auch in der Champions League fehlte uns letztendlich dieses eine Tor zum Erfolg“, erklärt Wensing, die gemeinsam mit der Mannschaft am nächsten Tag den DFB-Pokal mit über 500 Fans vor dem Wolfsburger Rathaus feierte. Zuvor erhielten die Pokalsiegerinnen zudem eine Ehrung.

Während sich ihre Mitspielerinnen nun zur Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft nach Kanada oder in den Urlaub begeben, bleibt Luisa Wensing zunächst in Wolfsburg. Hier lernt sie zum einen für ihre Abschlussprüfung zur Bürokauffrau im Juni und trainiert zum anderen für ihr Comeback.

Zeit für Urlaub wird sie in diesem Jahr nicht haben. „Mein Ziel ist ja das Trainingslager im August mit der Mannschaft“, so Wensing. Dazu muss sie aber noch einige Untersuchungen über sich ergehen lassen und eine längere Reha absolvieren. Ein paar Heimatbesuche zur Familie stehen aber trotzdem im Sommer an.