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Leichtathletik

Wasser bekämpft Schnee und Eis

06.01.2010 | 18:30 Uhr

Kevelaer. Dass es beim Marathon der Laufgemeinschaft Kevelaer kühl ist, ist man gewohnt. Schließlich starten die 400 Langstreckenläufer immer Anfang Januar. Am kommenden Sonntag (10. Januar) startet um zehn die achte Auflage an der Jugendherberge am Michelsweg 11.

Diesmal macht das Wetter den Veranstaltern zu schaffem. Es wird nicht nur kalt, sondern auch eisig. „In den vergangenen Jahren hatten wir nie mit Schnee zu kämpfen. Abgesehen von ein paar Flöckchen hatten wir meist Superwetter”, stellt Peter Wasser, der Vorsitzende der LLG, fest. Doch jetzt wird sich dies ändern: Wegen des vielen Schneefalls wird „Plan B” aus den Schubladen gekramt.

Mit dem Streuwagen durch die Heide

„Das heißt, dass wir uns jetzt auf die Mithilfe der Stadt Kevelaer und deren Streudienste verlassen müssen”, erzählt Wasser weiter. Vor Veranstaltungsbeginn soll ein Salzstreuwagen den Rundkurs durch die Schravelner Heide vom Eis befreien. „Wenn es lediglich schneit”, so der Vorsitzende weiter, „dann können wir ganz normal starten. Schnee ist zum Laufen ein recht guter Bodenbelag. Kritisch wird es bei Eis.”. Und wenn der gemeldete Samstagsschnee in Eisregen umschlägt, wird es knapp. Fraglich, ob dann der „Plan B” noch wasserdicht ist.

Doch obwohl das Organisationsteam noch nicht weiß, ob und wie der Marathon vonstatten gehen soll, freut sich Wasser: „Wir lassen erstmalig mehr Läufer an den Start und die sollen die Zeit auf der Strecke genießen.” Und das ist jede Menge Zeit. Rund drei Stunden – die Siegerzeit 2009 lag bei 2:51,01 Stunden brauchen die 400 Läufer für die 42,195 Kilometer. Bis zum vergangenen Jahr wurde an der Starterschnapszahl 333 festgehalten. Da aber immer mehr Athleten an dem bekannten Marathon teilnehmen wollten, fiel diese Beschränkung nun. Eine schöne Begleiterscheinung ist auch die hohe Übernachtungszahl: Über 40 Sportler verbringen die Nacht von Samstag auf Sonntag in der Kevelaerer Jugendherberge.

Eine weitere Neuerung ist in diesem Jahr die elektrische Zeitnahme. Diese wird von dem Unternehmen Mika-Timing (ChampionChip) übernommen. „So können wir auf die manuelle Zeitnahme verzichten und die Werte werden um einiges genauer”, freut sich Wasser. Mit diesen vielen Neuerungen und der guten Organisation schafft es Wasser sicher, das Eis zu bekämpfen.

Judith Kerkhoff

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