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Leichtathletik

Von Matsch und müden Muskeln

09.01.2011 | 21:40 Uhr

Kevelaer. Bei der mittlerweile neunten Auflage des LLG-Marathon müssen die 315 Teilnehmer der unwegsamen Strecke trotzen. Eine Rekordzeit gibt es in Kevelaer nicht. Robert Wilms läuft bei den Männern locker zum Sieg.

Es blieb spannend bis zur letzten Minute. Kann gestartet werden? Spielt das Wetter mit oder fällt nach dem Sylvesterlauf und dem Emmericher Adventslauf auch die dritte Großveranstaltung in Folge aus?

Nein, seit dem vergangenen Freitag stand fest: Der LLG-Marathon, den die LLG Kevelaer ausrichtet, kann wie geplant über die Bühne gehen. Ganz zur Freude des 50-köpfigen Helferteams und natürlich der 315 Teilnehmer erlebte der Wettkampf gestern seine neunte Auflage. Aber ganz von vorne …

Schnee und Eis haben es den Läufern in den vergangenen Wochen nicht leicht gemacht. Veranstaltungsabsagen (die NRZ berichtete) und witterungsbedingte Trainingspausen beendeten das Läuferjahr 2010 abrupt. Doch die Kevelaerer wollten starten und setzten ganz auf das Tauwetter. Seit vorigem Montag gab es keinen Schnee mehr. Doch der Regen machte die Strecke nicht schöner: Die Schravelsche Heide in Kevelaer versank teilweise im Matsch. „Doch der Bauhhof der Stadt Kevelaer hat es uns ermöglicht, zu starten. Es wurde hart angepackt und jetzt freuen wir uns auf den heutigen Tag“, sagte gestern Morgen der LLG-Vorsitzende Peter Wasser.

Um Punkt 10 Uhr ertönte der Startschuss und die 315 Läufer machten sich auf die 42,195 Kilometer lange Strecke. Von Beginn an vorne mit dabei: Robert Wilms aus Schalksmühle.

Mit Vuvuzelas und Rasseln

Bei sonnigem, aber lediglich zwei Grad Celsius kaltem Wetter ließen es sich auch einige Freunde der Leichtathletik nicht nehmen, die Bekannten auf der Strecke anzufeuern. Vuvuzelas, Plakate und auch Rasseln fehlten nicht. Jedoch genossen die meisten lediglich die gute Musik, die Moderation von Laurenz Thissen und  Glühwein. Der für den Deutschen Leichtathletik-Verband  tätige Kevelaerer Franz-Josef Probst, Sylvesterlauf-Mitorganisatorin Renate Verwayen oder auch die Rekordläuferin Marianne Spronk trafen sich in der Schravelschen Heide.

Die Sportler auf der Strecke hatten es da schon schwerer. Die nicht asphaltierten Abschnitte wurden Runde um Runde immer matschiger und schwieriger zu belaufen. Da litt nicht nur die Kleidung, sondern auch die Muskulatur. Kein Wunder also, dass der Streckenrekord, der bei 2:37:47 Stunden liegt, nicht geknackt wurde. Im Gegenteil: Der beste Läufer war fast 20 Minuten länger unterwegs.

Relativ locker und nahezu ungefährdet lief der Schalksmühler Robert Wilms zum Sieg. Mit einer Zeit von 2:53:08 Stunden beendete er seinen zweiten Marathon. „Es war wirklich hart. Der matschige Boden ging richtig in die Beine“, so Wilms. Obwohl er erst seit 2010 läuft, hatte er mit einem Sieg gerechnet . Die schnellste Frau des Tages war  Mareen Hufe aus Voerde. Nach 3:18:42 Stunden brachte sie die Stoppuhr zum Stehen.

Die beste Mannschaft war der SuS Schalke 96 mit Klaus Jacob, Markus Apelmeier und Sybille Möllensiep in insgesamt 10:02:48 Stunden.

Judith Kerkhoff

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