Viktoria fehlen noch ein paar Punkte

Der Gocher Marcel Sura (r.) und seine Mannschaftskollegen wollen den Faden aus dem 8:1 gewonnenen Broekhuysen-Spiel aufnehmen.
Der Gocher Marcel Sura (r.) und seine Mannschaftskollegen wollen den Faden aus dem 8:1 gewonnenen Broekhuysen-Spiel aufnehmen.
Foto: Stade
Was wir bereits wissen
Fußball-Landesliga: Fünf Spieltage vor Schluss möchte Viktoria Goch einen Dreier gegen Teutonia St. Tönis landen, um den Abstiegskampf frühzeitig ad acta zu legen. Anstoß ist morgen um 15 Uhr

Goch..  Dass die beeindruckende Serie von Spielen ohne Niederlage irgendwann ihr Ende finden müsste, war klar. Wie bei der zuvor letzten Schlappe in der Hinrunde war es auch jetzt in der Rückrunde der 1.FC Mönchengladbach, der die Gocher am Ende der Partie mit leeren Händen da stehen ließ. „Da kann ich den Jungs keinen Vorwurf machen. Mönchengladbach ist ja nicht irgendein Gegner, sondern schon ein sehr schwer zu bespielender“, zeigte sich Viktoria-Coach Manfred Tebeck nach dem Abpfiff gefasst und richtete den Blick flugs wieder nach vorn. „Unsere schöne Serie ist damit gerissen. Dann müssen wir für den Endspurt eben eine neue starten“, soll möglichst bereits am Sonntag daheim gegen den Tabellensiebten DJK Teutonia St.Tönis die Rückkehr in die Erfolgsspur erfolgen.

Auch wenn es in Mönchengladbach ausnahmsweise mal der Gegner war, der mit dem Tick mehr Aggressivität den Rot-Schwarzen Rang ablief, so geben die Auftritte der zurückliegenden Wochen durchaus Selbstbewusstsein. Das Polster auf die bedrohliche Zone ist zwar wieder auf fünf Punkte geschrumpft, dennoch möchte Andreas Bergmann, Trainerassistent der Viktoria, den Blick nicht mehr zu sehr nach unten richten: „Ein paar Punkte brauchen wir schon noch aus den letzten fünf Spielen, um endgültig auf der sicheren Seite zu sein. Aber auch die Plätze drei und vier sind nicht außer Reichweite“, sagt Bergmann, der die Möglichkeit sieht, mit Zählbarem gegen den allerdings spielstarken Aufsteiger St. Tönis früh die Verhältnisse zu klären.

Der morgige Gegner rangiert zwei Zähler hinter den Gochern in ähnlicher Tabellensituation. Mit einem beeindruckenden Zwischenspurt von drei Siegen in Folge hatte das Team um Trainer Karl-Heinz Himmelmann sich schon entscheidend abgesetzt, musste mit einer Niederlage in Kleve und einem mageren 1:1 auf heimischem Gelände gegen das abstiegsgefährdete Amern zuletzt aber leichte Rückschläge verkraften.

Insofern ist die Himmelmann-Elf auch noch nicht aller Sorgen ledig und wird in Goch etwas mitnehmen wollen. Im Hinspiel trennten sich beide 2:2. Eine zweimalige Führung konnten die Weberstädter seinerzeit nicht ins Ziel bringen. „Da hat St. Tönis uns ganz schön unter Druck gesetzt und vor Probleme gestellt in der Schlussphase“, erinnert sich Bergmann, der die Stärken des Gegners primär in der Offensive sieht. Toptorjäger Brian Günther (11 Saisontore), Kapitän Ercan Sendag (8), der vom Abwehrorganisator über den Regisseur im Mittelfeld bis zur Sturmspitze alle Positionen gleich gut ausfüllt, und Burhan Sahin (6) sind in der Liga keine unbeschriebenen Blätter.

Die DJK-Offensive wird in jedem Fall eine geänderte Defensivformation der Gocher auf die Probe stellen.

Neben dem Langzeitverletzten Marc Debernitz wird Viktoria-Coach „Mucki“ Tebeck am Sonntag mit Lukas Ernesti (private Gründe), Peter Janßen (fünfte Gelbe Karte) und Kay Tassenaar (Leistenprobleme) den Ausfall von gleich drei Defensivspezialisten kompensieren müssen.

Neben der Vorbereitung auf das morgige Spiel beschäftigen sich die Verantwortlichen auch mit den Planungen für die nächste Spielzeit. Diesbezüglich konnte jetzt eine weitere Planstelle besetzt werden. Vom Ortsrivalen Concordia aus der Kreisliga A stößt Frederik Benning zur Viktoria. Am 23-jährigen Linksfuß schätzt Kaderplaner Bergmann vor allem dessen Dynamik und variable Einsetzbarkeit auf der linken Seite. Darüber hinaus werden Gespräche mit weiteren potenziellen Zugängen geführt. Im Fokus dabei haben die Gocher die Offensive und linke Abwehrposition.