Unnötig spannend

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Kalkar/Homberg..  Das hätte der SV Hönnepel-Niedermörmter auch einfacher haben können. Die Mannschaft von Georg Mewes kam im Auswärtsspiel beim mutmaßlichen Absteiger VfB Homberg zu einem 2:1-Erfolg, der in der Schlussphase noch einmal in Gefahr geriet, als der Tabellenletzte nach dem Anschlusstreffer von Fabian Hastedt plötzlich auf den Ausgleich drängte. Andre Trienenjost und Daniel Boldt hatten zunächst für einen beruhigenden 2:0-Vorsprung gesorgt. Mewes: „Wir haben es noch einmal unnötig spannend gemacht, weil wir gute Chancen ausgelassen haben. Wichtig ist, dass wir drei Punkte eingefahren haben.“

Ohne Kapitän

Der Gast musste auf Kapitän Christian Mikolajczak verzichten, der sich mit Magen- und Darmproblemen abgemeldet hatte. Doch auch ohne den Mittelfeldregisseur übernahmen die diesmal ganz in Weiß gekleideten Hö.-Nie.-Akteure gleich das Kommando, ohne in der Anfangsphase für Torgefahr sorgen zu können. Die gab es erst nach 14 Minuten, als Dennis Terwiel nach einer Hereingabe von der linken Seite plötzlich völlig frei vor dem Kasten auftauchte. Er war aber anscheinend zu überrascht, so dass er Keeper Fabian Groß die Gelegenheit gab, den Ball zur Ecke zu klären.

Diese erreichte Trienenjost, der seinen Kopfball etwas zu hoch ansetzte. Die Mewes-Mannschaft hatte viel Ballbesitz, begnügte sich aber weitgehend mit Quer- und Rückpässen, die den VfB natürlich nicht in Schwierigkeiten bringen konnten. Marc Beckert spielte sogar zweimal aus der Hälfte des Gegners den Ball zu Tim Weichelt zurück.

Nach 24 Minuten forderten die Hausherren einen Elfmeter, doch der insgesamt gute Schiri Benjamin Keck wollte kein Foul gesehen haben. Der SV war klar überlegen, vorne fehlte aber das Durchsetzungsvermögen. Homberg hatte in der Offensive gar keine Szenen, aber auch keine große Mühe, Gegentore zu verhindern. Dann aber fand Hö.-Nie. doch die entscheidende Lücke (37.). Markus Heppke steckte flach durch auf den lauerenden Trienenjost, der urplötzlich allein vor dem Tor auftauchte und Groß mit einem Flachschuss keine Abwehrchance ließ. Diese auf Grund der Feldüberlegenheit verdiente Führung nahm der Tabellenfünfte mit in die Pause.

In den zweiten Durchgang startete der SV etwas lässig. „Schorsch“ Mewes machte seinem Ärger am Spielfeldrand auch Luft, durfte sich in der 55. Minute aber über den schön herausgespielten zweiten Treffer freuen. Trienenjost legte nach links heraus auf Terwiel, der aus dem vollen Lauf mustergültig den Ball in die Mitte beförderte. Dort stand Daniel Boldt sträflich ungedeckt und köpfte die Kugel, die Groß noch leicht berühren konnte, zum 2:0 ins Tor.

Damit schien die Entscheidung gefallen, agierte der VfB doch zu langsam und war spätestens in Höhe des Strafraums mit dem Latein am Ende. Es sollte aber doch noch spannend werden. Nach 72 Minuten gab es einen Freistoß im Mittelfeld. Der Ball gelangte in den Strafraum, wo Hastedt zur Stelle war und per Kopf Weichelt überwand. Die zuvor hoffnungslos unterlegenen Homberger witterten noch einmal Morgenluft und starteten eine Schlussoffensive. Die wäre fast noch mit dem Ausgleich belohnt worden, doch Jürgen Adolf traf nur die Oberkante der Latte (84.). Boldt, Kevin Barra und Trienenjost hätten noch erhöhen können, ließen gute Chancen aber liegen.