Trotz Schlappe im Topspiel gut verkauft

Bedburg-Hau..  Bei einem 20:24-Rückstand in der spannenden Schlussphase des vierten Satzes keimten bei Gastgeber Bedburg-Hau noch einmal Hoffnungen auf, gegen Holsterhausen noch in den Tie-Break zu kommen und sich so im Verbandsliga-Spitzenspiel zumindest einen Punkt sichern zu können. Wenige Ballwechsel später endete Haus Aufholjagd bei 23:25 und das Gästeteam bejubelte lautstark seinen 3:1-Auswärtssieg am Weißen Tor.

Der Tabellendritte setzte sich dabei verdientermaßen über den Tabellenzweiten Hau durch, der sich gegen seinen Herausforderer dieses Mal besser verkaufte als noch beim 0:3 im Hinspiel. Für Haus Spielertrainer Tobias Moerkerk, der, wie er selbst zugab, im Angriff nicht seinen besten Tag erwischt hatte, war das bessere Abschneiden als im Hinrundenduell einer der positiven Aspekte des Spitzenspiels. Andere Aspekte waren, dass seine Mannschaft als Aufsteiger trotz dieser Niederlage weiter Rang zwei belegt und Haus zahlreich erschienene Fans diesem Spiel einen entsprechenden Rahmen gaben. Völlig begeistert hielt Moerkerk fest: „Es ist toll, dass bei all unseren Spielen die Halle immer voll ist!“

Der Anhang wurde vier Sätze lang bestens Unterhalten. Für manche packenden Szene – ob am Netz oder in der Abwehr - bekamen die Akteure im Spielverlauf immer wieder Szenenapplaus. Hau begann stark, spielte sehr selbstbewusst. Dann kamen die Gäste auf. Sie drückten in Satz zwei und drei der Partie lange ihren Stempel auf, bis dann in vierten Durchgang das Moerkerk-Team wieder stärker aufkam. Den Gang in einen entscheidenden fünten Satz schafften die Hausherren dann aber nicht mehr. Die Gäste konnten das Glücksspiel Tie-Break noch verhindern und gewannen als die insgesamt bessere Sechs letztlich das Spitzenspiel verdient in vier Sätzen.

Auch Moerkerk zollte der starken Leistung des Tabellendritten Respekt. „Holsterhausen stand sehr gut im Block. In der Netzmitte haben sie richtig stark gespielt und uns ständig vor Probleme gestellt. Dazu stand Holsterhausen, vor allem deren Libero, auch in der Abwehr sehr gut.“

Eine insgesamt stimmige Analyse von Haus Spielertrainer. Seine Sechs hatte häufiger unübersehbare Probleme, Angriffe abzuschließen.

Moerkerk selbst und auch Stefan Herzberg hatten auf den Außenpositionen immer wieder Schwierigkeiten, sich gegen den Block durchzusetzen. Es lag auch daran, dass beim Gastgeber Niklas und Edgar Groß zu durchsichtige Spielzüge inszenierten. Im Gegensatz dazu, zog Essens Regisseur Björn Wichert ein variableres und öfter schnelleres Angriffsspiel auf.

SV Bedburg-Hau: Holtermann, Moerkerk, Herzberg, Wilke, Bours, E. Groß, Reetz, Reinders, Willing, N. Groß.