Trotz letztem Aufgebot will Mewes drei Punkte

Harun Can (links) wird auch in der kommenden Spielzeit das schwarz-gelbe Trikot des SV Hönnepel-Niedermörmter tragen.
Harun Can (links) wird auch in der kommenden Spielzeit das schwarz-gelbe Trikot des SV Hönnepel-Niedermörmter tragen.
Was wir bereits wissen
Fußball-Oberliga: Der SV Hö.-Nie. möchte im Heimspiel gegen den VfB Hilden die Niederlage vom vergangenen Sonntag wieder gutmachen

Kalkar..  Fünf Spiele hat der SV Hönnepel-Niedermörmter in einer ereignisreichen Oberligasaison noch zu absolvieren, ehe die Mannen von Trainer Georg Mewes in die Pause gehen. Die laufende Spielzeit wird nicht wie im Vorjahr mit dem Titelgewinn enden, doch erneut wird die Mannschaft einen Platz im oberen Tabellendrittel belegen. Mewes blickt mit Zufriedenheit auf das zurück, was die Mannschaft seit August ihren Anhängern geboten hat: „Wir sind zu keiner Zeit in Abstiegsgefahr geraten, sondern haben immer im vorderen Bereich gespielt. In der Rückrunde haben wir noch einige Mannschaften überholen können. Das haben die Jungs gut gemacht. Dass wir nicht wieder Meister werden würden, war uns allen klar. Wir haben unsere eigenen Erwartungen aber erfüllt.“

Am Sonntag gibt an der heimischen Düffelsmühle der VfB Hilden seine Visitenkarte ab. Die Mannschaft von Trainer Toni Molina hat hinter Velbert und Wuppertal die drittmeisten Treffer in der Liga erzielt. Weniger gut sieht es in der Defensive aus. 67 Gegentore stehen auf dem Konto des VfB, da ist nur Schlusslicht Nievenheim noch schlechter. „Wenn Hilden spielt, fallen meist viele Tore“, sagt auch Mewes, das 1:1 gegen Fischeln am vergangenen Sonntag falle da völlig aus dem Rahmen. Die Zuschauer dürfen sich demnach am Sonntag auf zwei Mannschaften freuen, die offensiv ausgerichtet sein werden. Mewes: „Es sollen ruhig viele Tore fallen. Wichtig ist, dass wir am Ende eins mehr erzielt haben.“

Besonders zu beachten ist beim Gegner Yannick Weber, der schon 17 Mal ins Schwarze getroffen hat. Da kommt selbst Hönnepels Torjäger Andre Trienenjost nicht ganz mit. Ebenfalls Akzente in der Offensive setzen kann beim Gast Stefan Schaumburg, der Lenker und Denker im Mittelfeld ist und zudem auch eine Menge Torgefährlichkeit ausstrahlt. „Diese beiden Akteure müssen ausgeschaltet werden“, weiß Mewes genau Bescheid über die Stärken und Schwächen des Gegners, der inzwischen zehn Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz hat und somit relativ unbeschwert den „bebenden Acker“ betreten kann.

Der Hö.-Nie.-Übungsleiter rechnet mit einem offensiv eingestellten Gegner, der seiner Mannschaft aber sicherlich nicht den Gefallen tun werde, ins offene Messer zu laufen. „Wie das letzte 1:1 gegen Fischeln zeigt, wird Hilden etwas mehr Wert auf die Defensive legen.“

Das Aufgebot der Einheimischen ist alles andere als üppig. Neben Mike Wezendonk und Yusuf Allouche fällt auch Benjamin Schüssler, in Ratingen zur Halbzeit ausgewechselt, verletzt aus. Dennis Terwiel kann aus privaten Gründen nicht am Spiel teilnehmen. Aufpassen müssen Markus Heppke und Andre Trienenjost, die sich nach vier gelben Karten keine weitere einfangen dürfen. Dann wären sie in der nächsten Partie gesperrt. Trotz der letzten Niederlage in Ratingen sieht Georg Mewes der nächsten Aufgabe zuversichtlich entgegen: „Wir haben am letzten Sonntag den zweiten Durchgang dominiert, aber keine Torchance herausspielen können.“ Es mangelte der Offensive an der Durchschlagskraft, das soll gegen Hilden besser werden. Erwartet werden darf ein Match, in dem beide Teams den Vorwärtsgang einschalten.

Im Hinspiel kam Hö./Nie. zu einem verdienten 3:1-Sieg. Heinrich Losing, Marc Beckert und Andre Trienenjost mit einem verwandelten Foulelfmeter waren die Torschützen. Dennis Lichtenwimmer gelang das Ehrentor.