SV Walbeck setzt sich im Finale durch

Kreis Kleve..  Der Jubel hielt sich beim SV Walbeck in Grenzen. Dabei gewann der Niederrheinligist zum dritten Mal in Folge die Fußballhallenkreismeisterschaften der Frauen mit der Maximalausbeute von sechs Siegen und nur einem Gegentor. Doch gefeiert wurde dennoch nur sehr verhalten. „Für uns ist es bei den Kreismeisterschaften immer wieder schön, uns mit den Gegnern aus der Umgebung zu messen. Das steht für uns im Vordergrund. In der Liga müssen wir ja immer weit fahren“, sagt Heinz-Theo Pasch, Trainer des SVW. Darüber hinaus wolle man das Turnier jedes Jahr auch dazu nutzen, sich mit den anderen Teams auszutauschen. Der sportliche Gedanke gerate beim jährlichen Topfavoriten da schon mal in den Hintergrund, wie Pasch erklärt: „Das Wichtigste ist doch, dass es ein schönes Turnier ist. Und das war es. Es wurde ja schon jeder Torschuss gegen uns gefeiert.“

Große Überraschungen gab es beim vom VfR Warbeyen ausgerichteten Turnier keine. In der stark besetzten Gruppe B setzte sich der VfR mit sieben Zählern knapp vor Landesliga-Konkurrent DJK Hommersum/Hassum, der mit fünf Punkten auf Rang drei der Gruppe B landeten, und deutlich hinter dem SV Walbeck (12 Punkte) auf Platz zwei durch.

Luft ‘raus

Etwas enger war das Gruppenbild in der Gruppe A. Aber auch da setzten sich der TSV Wachtendonk/Wankum (9 Punkte) sowie die SV Bedburg-Hau (8 Punkte) letztendlich relativ mühelos auf den Plätzen eins und zwei durch.

Dafür hatten beide im Halbfinale weniger Glück. Gegen den VfR Warbeyen bestimmte Wa./Wa. zwar zunächst die Partie, doch Kathrin Kunders brachte Warbeyen zwei Minuten vor Spielende in Führung. Im zweiten Halbfinale hatte der SV Walbeck mit der SV Bedburg-Hau weniger Mühe und gewann locker mit 5:0. Die SVB konnte sich dank Anike Beutler, die im Spiel um Platz drei gegen den TSV Wa./Wa. wenige Sekunden vor dem Schlusspfiff den Ausgleich markierte, und einem siegreichen Neunmeterschießen Platz drei sichern. Auch ihr Gegner konnte mit Platz vier gut leben. „Wir haben heute kein bombiges Turnier gespielt. Im Halbfinale und im Spiel um Platz drei ging bei uns dann ein wenig die Luft raus. Uns fehlte da auch die nötige Konzentration“, erklärte TSV-Co-Trainer Rolf Wellmans, der das Team coachte.

Nach seinem letzten Spiel gab er auch gleich einen Tipp fürs Finale ab. „Walbeck wird das machen“, war er sicher. Schließlich habe sich der SVW in der Gruppenphase gegen den VfR Warbeyen locker mit 2:1 durchgesetzt. Warbeyen hielt zwölf Minuten gut dagegen, kam selbst aber zu keiner Chance.

Die beiden besten Gelegenheiten des Niederrheinligisten waren dagegen drin, weshalb der Titel des Fußballhallenkreismeisters der Frauen am Ende wieder zum SV Walbeck ging. „Wenn man das ganze Turnier sieht, haben sie zu Recht gewonnen“, fand VfR-Coach Sebastian Baumann.