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SV Hö./Nie. ist bereit für Ratingen

13.02.2012 | 13:28 Uhr
SV Hö./Nie. ist bereit für Ratingen
Hrvoje Vlaovic (rechts) erzielte früh die Führung für den SV Hö./Nie. Nach 90 Minuten stand im Testspiel beim MSV Duisburg 2 aber eine 1:3-Niederlage. (Foto: Udo Milbret / WAZ FotoPool)

Kalkar.   Georg Mewes stapfte gestern Nachmittag an der Westender Straße schnellen Schrittes in Richtung Kabine. Es waren aber wohl mehr der leichte Schneefall und der eisige Wind als die voran gegangenen 90 Testspielminuten, weshalb der Trainer des SV Hönnepel/Niedermörmter möglichst flott den Kunstrasenplatz des MSV Duisburg verlassen wollte. Zwar verlor der Niederrheinligist das Testspiel bei der NRW-Liga-Team der Zebras mit 1:3 (1:2), doch vor dem Erstrundenauftritt im Niederrheinpokal am Freitag gilt für Mewes: Hö./Nie ist bereit für Ratingen 04/19.

Endlich nicht mehr Vorbereitung, sondern ein Pflichtspiel – da lässt man dann auch eisige Temperaturen über sich ergehen. Den Test in Duisburg wertete Mewes trotz der Niederlage als Erfolg. „Der MSV ist eine andere Kragenweite“, sagte der Trainer, „aber ich habe nochmal alles gesehen, was ich sehen wollte.“

Schon vorher hatte der Coach angekündigt, wohl die Formation auflaufen lassen zu wollen, die dann wohl auch am Freitag gegen Ratingen zu Beginn auf dem Platz stehen soll. Und bevor sich die Zuschauer überhaupt einen Überblick verschafft hatten, wer denn nun das gelbe Trikot trägt, hagelte es schon Tore: Keine zwei Minuten waren gespielt, da drosch Hrvoje Vlaovic den Ball zur Führung in die Duisburger Maschen. Doch nur 120 Sekunden später war die Partie schon wieder ausgeglichen: Benjamin Venekamp holte im Sechzehner den pfeilschnellen Daniel-Danso Somuah von den Beinen – Elfmeter. Tobias Portmann ließ Christopher Möllering beim 1:1 (4.) keine Chance.

Ein turbulenter Auftakt, nach dem es beide Teams dann aber erstmal ruhiger angehen ließen. Zu ruhig, nach Mewes’ Geschmack. „Wollt ihr nicht mal enger ran gehen?“, ahnte der Trainer schon Böses. Die Duisburger benötigten aber Schützenhilfe des SV, um wieder in Führung zu gehen. Mike Hibbeln sprintete in eine zu kurze Rückgabe von Uwe Sokolowski und traf zum 2:1 (36.).

Drei Abwehrfehler, drei Gegentore

Mit der Wechselei zur Pause ging der Spielfluss für lange Zeit verloren. Hönnepel, inzwischen mit Jan Terhorst zwischen den Pfosten, und die Zebras, die ab der 51. Minute in Unterzahl spielten, weil für den verletzten Somuah kein Auswechselspieler mehr da war, verhedderten sich bei ihren Offensivbemühungen immer wieder in des Gegners Defensive. Hibbeln aber konnte seinem Gegenspieler Fabian Wenten noch einmal entwischen und auf 3:1 (61.) erhöhen. „Drei Abwehrfehler, drei Tore“, ärgerte sich Mewes. Kurz vor Schluss vergab Andre Trienenjost noch in aussichtsreicher Position das 2:3. Geschenkt, wenn er’s am Freitag besser macht.

Andreas Berten

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