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Stadt Kleve hat wenig Kapazitäten im Winter

09.02.2012 | 18:52 Uhr
Stadt Kleve hat wenig Kapazitäten im Winter
Viele Plätze im Klever Stadtgebiet sind in den Wintermonaten nur selten bespielbar. (Foto: Heinz Holzbach / WAZ FotoPool)

Kleve.   Die Klever Sportstätten haben im Schnitt ein Alter von 40 Jahren. Viele Turnhallen und Sportplätze sind in die Jahre gekommen. Dem steht gegenüber, dass Mehrfachsporthallen und Fußballplätze aufgrund der demografischen Entwicklung künftig wohl weniger benötigt werden.

Im Sportausschuss stellte der Gutachter Holger Fuhrmann Mängel bei den Fußballplätzen fest. Kleve habe 22 Rasenplätze, drei Aschenplätze, zwei Kunststoffrasenplätze und vier Rundlaufbahnen. Im Winter könne ein Rasenplatz nur zwei Stunden täglich genutzt werden, ein Kunststoffrasen 6,5 Stunden und ein Aschenplatz drei Stunden. „Im Winter hat man in Kleve ein Kapazitätsproblem.“ Die Plätze in Reichswalde und Kellen seien in einem schlechten Zustand: „Vieles deutet darauf hin, dass der Platzaufbau nicht in Ordnung ist.“

Auch der Zustand der Sporthallen ist zum Teil erschreckend. Der Gutachter zeigte Bilder von der Marienschule, deren Hallendach nicht mehr dicht ist. Ein Problem, das sich nach 40 Jahren auftue: „Meist handelt es sich um Flachdächer, die Dichtungsmaterialien werden im Laufe der Zeit porös“, so Fuhrmann. Häufig liege das Problem nur in der Kommunikation zwischen Stadt und Vereinen. So habe man feststellen müssen, dass in der Turnhalle Griethausen ein Drittel der Leuchtstoffröhren defekt war. „Ein Anruf bei der Stadt würde häufig schon reichen.“ Fehlende Holzplatten im Boden, wie in Reichswalde, müssten auch nicht sein. „Die Reparatur ist oft nur eine Kleinigkeit. Die Folgeschäden sind aber viel größer.“

Die Auslastung der Sporthallen sei gut, sie liege bei 82,8 Prozent im Sommer und bei 84,5 Prozent im Winter. Den größten Bedarf für eine weitere Turnhalle sieht der Gutachter an der künftigen Gesamtschule Hoffmannallee: Die jetzige Hallenkapazität sei für 27 Klassen einfach zu klein.

Eine Umfrage bei den Vereinen ergab, dass 18,4 Prozent mit der Hallensituation unzufrieden sind, 21,1 Prozent kreuzten „Teils, Teils“ an. Vier Vereine gaben an, nicht genügend Hallenzeiten zu haben.

Andreas Gebbink

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