„Siegfried Materborn ist mein Leben“

Kleve..  Heute feiert einer der bekanntesten Torhüter, Trainer und Funktionäre der Kreis Klever Fußballszene seinen 60. Geburtstag. Die Rede ist von Helmut Jaspers, untrennbar mit Siegfried Materborn verbunden.

Wenn er heute seinen Ehrentag im Kreise seiner Familie begeht, kann er auf ein bewegtes Fußballer- sowie Berufsleben zurückblicken.

Zu D- und C-Jugendzeiten war er zunächst Mittelstürmer mit ausgeprägtem Torinstinkt und hevorragendem Kopfballtiming. Ab der B-Jugend war er nur noch Torwart. Zu A-Jugendzeiten wurde Siegfried Materborn Meister der Bestenstaffel und Kreismeister Nord. 1973 stieg die 1.Mannschaft des Vereins nach jahrelanger Bezirksligazugehörigkeit in die Kreisklasse Nord ab. Jaspers verließ den Klub jeweils für ein Jahr in Richtung der Landesligisten BV Kellen und Viktoria Goch. In der Saison 1978/79 gelang mit dem neuem Coach Norbert Lange der langersehnte Aufstieg in die Bezirksliga. Dann spielte der Jubilar drei Jahre Bezirksliga, um dann in der Spielzeit 1981/82 den größten Erfolg der Vereinsgeschichte von Siegfried Materborn feiern zu können, den Aufstieg in die Landesliga. Helmut Jaspers war damals schon Bundeswehroffizier, konnte selten trainieren und kam freitags vor dem Match von seinem Bundeswehrstandort.

Das Abenteuer Landesliga währte zwei Jahre. Im C-B- und A-Jugendbereich übernahm Jaspers schon früh das Traineramt, insgesamt 16 Jahre. In der Saison 1984/85 fungierte er ab der Rückrunde als A-Jugend- sowie auch als Spielertrainer der 1.Mannschaft mit großem Erfolg. Er blieb danach Trainer bis zur Saison 1985/86. Zur Spielzeit 1987/88 wurde der Jubilar Coach des A-Kreisligisten SG Hasselt, musste aber zur Rückrunde seinen Posten zur Verfügung stellen, da er bundeswehrbedingt versetzt wurde.

In den letzten fünf Spielen der Hinrunde 1991/92 gab er auf Grund des schlechten Tabellenplatzes in der Bezirksliga sein Comeback bei Siegfried Materborn.

1975 trat er in die Bundeswehr ein und blieb bis zum 31. Januar 2006, dann verabschiedete er sich in den Ruhestand. Am Anfang studierte er in Hamburg Pädagogik, wurde nach Emmerich versetzt, wurde dann nach Nienburg berufen, es ging weiter nach Höxter, von dort aus nach München/Ingolstadt. 1999 kam er nach Emmerich zurück und absolvierte einen Einsatz im Kosovo für fünf Monate. Danach wechselte Jaspers nach Düsseldorf und dann kam die Pensionierung.

Ab 2002 wurde er Betreuer der 1. Mannschaft unter Trainer Udo Kempkens, der Siegfried Materborn bis in die Verbandsliga führte. Im September 2006 wurde die Mannschaft aus dem Spielbetrieb der Verbandsliga zurückgezogen. Von 2007 - 2010 war er mitverantwortlicher Trainer in der Bezirksliga. Seit 2007 ist er auch 1. Geschäftsführer des Vereins. In der C und B-Kreisliga ist er seit 2011 als Schiedsrichter unterwegs. „Manchmal pfeife ich auch samstags und sonntags. Ich habe keinen Ruhestand im Ruhestand. Siegfried Materborn ist mein Leben. Als Coach der C-Juniorinnenmannschaft seit 2013 bin ich wieder im Trainergeschäft, was mir sehr viel Freude bereitet. Ich habe da einen anderen Ansatz als bei den männlichen Jugendlichen, was auch sportlich Früchte trägt“, berichtet Jaspers über seine jetzigen Tätigkeiten im Verein, die er auch fortführen möchte.