Scheitert Kleve an sich selbst?

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Was wir bereits wissen
Fußball-Landesliga: Diese Frage wirft auch FC-Abwehrspieler Fabian Buttgereit auf, der den morgigen Gegner VfL Tönisberg als „unberechenbar“ bezeichnet. Trotzdem glaubt er an einen Sieg seines Teams

Kleve..  Die Köpfe der Spieler des 1. FC Kleve gingen am vergangenen Sonntag nach der Niederlage gegen Odenkirchen nach unten. Auch am Dienstag dieser Woche, beim ersten Training nach der Pleite, war das Spiel beim Fußball-Landesligisten noch Thema. „Wir haben natürlich über die Partie gesprochen und das Spiel analysiert. Da war die Stimmung schon etwas bedrückt“, berichtet Fabian Buttgereit, linker Verteidiger der Rot-Blauen, der Oderkirchen aber als den verdienten Sieger bezeichnete. „Wir haben natürlich mehr Spielanteile gehabt, aber der Gegner hatte die klareren Chancen, und wir haben unglückliche Fehler gemacht.“ Morgen beim abstiegsgefährdeten VfL Tönisberg (Anstoß: 15 Uhr) dürfen die nicht noch einmal im Schwanenstädter Team vorkommen.

Der VfL steht in der Tabelle derzeit mit dem Rücken zur Wand. Mit 22 Zählern rangieren sie auf dem ersten direkten Abstiegsplatz. Die beiden direkten Konkurrenten um den Relegationsplatz beziehungsweise den ersten sicheren Tabellenplatz heißen SV Straelen (Platz 10, 24 Punkte) und VSF Amern (Rang 9, 24 Punkte) – zwei wahrlich nicht zu unterschätzende Gegner. Buttgereit glaubt daher auch: „Sie werden gegen uns mit vollem Einsatz spielen, weil sie noch auf jeden Zähler angewiesen sind.“ Deshalb schätzt der 26-jährige Tönisberg auch als „unberechenbar“ ein. „Aber wenn wir unsere Leistung abrufen, sollten wir dort gewinnen“, meint Buttgereit, wenngleich das Spiel einfacher wirke als es sei. Das Klever Ziel für die nächsten 180 Minuten beim VfL und gegen die Sportfreunde Broekhuysen heißt dennoch sechs Punkte aufs Konto zu holen.

Buttgereit blickt aber sogar schon über die beiden als nächstes anstehenden Begegnungen hinaus. „Es sind noch zwölf Punkte zu vergeben. Davon wollen wir möglichst viele holen“, so Buttgereit.

Der ehemalige Spieler der Reservemannschaft von Borussia Dortmund sieht den 1. FC Kleve dabei selbst als seinen stärksten Gegner an. „Wir können eigentlich nur an uns selbst scheitern“, mahnt Buttgereit.

Um dem entgegen zu wirken, führe das Team allerdings sehr viele fundierte Gespräche. Deswegen fürchtet sich der Sohn des einstigen Bundesliga-Profis Werner Buttgereit auch nicht davor, zum dritten Mal in drei Jahren an der Mission Aufstieg kurz vor Schluss zu scheitern. „Im Training sind diese Gedanken schon mal da“, gibt er zu, „aber wenn wir auf dem Platz stehen, denken wir da nicht mehr dran.“ In die letzten vier Saisonspiele gehe er und seine Kollegen daher voller Zuversicht.

Sollte der 1. FC Kleve tatsächlich den Sprung in die Oberliga schaffen (eventuell über die Aufstiegsrunde, siehe Bericht unten), hätte Buttgereit als einer der älteren und insbesondere erfahreneren Akteure im Team maßgeblichen Anteil daran. Der 26-jährige spielt bisher eine gute Saison, fuchste sich von Spiel zu Spiel immer besser in seine Aufgabe auf der linken Abwehrseite hinein. Vor allem in der Rückrunde beeindruckte er in so manchen 90 Minuten so sehr, dass sogar FCK-Trainer Thomas von Kuczkowski ihn des Öfteren besonders lobte. „Das freut mich natürlich zu hören, aber wichtig ist, dass wir als Mannschaft gewinnen“, sagt Buttgereit und fügt hinzu: „Ich will hinten links einfach nur einen guten Job machen. Dann bin ich glücklich.“