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Robin Schumann sucht sehnsüchtig Steigungen

10.07.2013 | 18:27 Uhr
Robin Schumann sucht sehnsüchtig Steigungen
Robin Schumann startet bei der Deutschen Meisterschaft im Bergfahren.Foto: Marc Albers

Bedburg-Hau   Der 61-jährige aus Bedburg-Hau startet bei der Deutschen Meisterschaft im Bergzeitfahren. Momentan steckt er mitten in der Vorbereitung.

Der Niederrhein gilt ja als Paradies für Radfahrer. Eigentlich. Denn dem leidenschaftlichen (Renn-)Radfahrer Robin Schumann fehlt etwas an der überwiegend flachen Landschaft – die Berge.

Während „normale“ Radfahrer versuchen, Steigungen, wenn möglich zu umfahren, sucht der 61-Jährige aus Bedburg-Hau diese geradezu sehnsüchtig. Grund: Der Rennfahrer des SV Donsbrüggen geht in der kommenden Woche bei den Deutschen Meisterschaften im Bergzeitfahren an den Start.

In seiner Heimatgemeinde sucht er anspruchsvolle Steigungen allerdings vergeblich. „Doch zum Glück hat die Eiszeit in der Nähe eine Endmoräne zurückgelassen“, freut sich Schumann auf ein paar Erhöhungen im Westen von Kleve.

So strampelt er mit Begeisterung die Gruft hinauf – eine Radstrecke, die fast alle anderen „Fietser“ verfluchen. Der 61-Jährige fährt munter den Berg hinauf – garantiert ohne an der von Pfarrer Bernhard Weskamp errichteten Madonna auf halber Strecke, wie von dem Geistlichen aus Donsbrüggen gewünscht, innezuhalten...

Auch am Samstag, 20. Juli, will sich der Bedburg-Hauer nicht bremsen lassen, wenn es in Engen/Bargen am Bodensee um den nationalen Titel in der Altersklasse „Masters 4“ der über 60-Jährigen geht.

Der Kurs geht von Bargen über Mauenheim auf den Hegaublick, ist 5,74 Kilometer lang und weist 200 Höhenmeter auf.

„Ich hoffe beim Vorlauf unter die ersten zehn zu kommen, dann stehe ich im Endlauf“, sagt Schumann im Vorfeld des Wettkampfs. Sein Ziel ist es insgesamt unter die ersten sechs Fahrer zu schaffen.

Europäische Spitze

Als Vorbereitung auf diesen nationalen Wettkampf geht der Ingenieur für Hochwasserschutz zuvor noch bei der Team-Tour Baden-Württemberg an den Start.

In vier Etappen fährt er dabei von Deisslingen bis nach Filderstadt-Plattenhardt – reichlich Steigungen, die Robin Schumann für sein Training braucht, sind hier inklusive.

Wie fit der 61-Jährige im Sattel ist, bewies er kürzlich bei den Europameisterschaften auf Sardinien – er zählt zur europäischen Spitze: Im Zeitfahren wurde er Sechster und im Straßenrennen über 45 Kilometer kam er auf Platz acht.

Johannes Kruck



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