Rietz bezwingt Wissel fast im Alleingang

Kreis Kleve..  Die diensthabenden Wettermacher haben den A-Liga-Fußballern im Kleverland am vergangenen Wochenende böse in die Suppe gespuckt. Von den sechs angesetzten Spielen konnte nur die Hälfte durchgeführt werden. Den schlechten Platzverhältnissen fielen die folgenden Spiele zum Opfer: Siegfried Materborn – Kevelaerer SV, DJK Twisteden – Concordia Goch und TSV Weeze – SV Walbeck. Spielfrei hatten gestern der SV Donsbrüggen und Grün-Weiß Vernum.

BV Sturm Wissel – GSV Geldern 1:4

Unbeeindruckt von den zwei hohen Niederlagen nach der langen Winterpause präsentierte sich der GSV Geldern insbesondere im zweiten Abschnitt in Wissel in starker Form und verließ als verdienter Sieger den Platz, der im Laufe des Spiels immer seifiger und tiefer wurde. „Hut ab vor der Mannschaft, die alles umgesetzt hat, was wir uns vorgenommen hatten. Dazu noch auf diesem Boden, wo wir doch zu Hause durch Kunstrasen verwöhnt sind“, freute sich GSV-Trainer Peter Streutgens über den Auswärtssieg seiner Mannschaft.

Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte, an deren Ende die Wisseler durch einen Strafstoß von Robin Deckers in Führung gingen, nahmen die Gäste im weiteren Spielverlauf gegen etwas nachlassende Gastgeber das Zepter in die Hand und drehten die Begegnung noch klar zu ihren Gunsten. „Der Wind blies noch einige Male den Ball knapp neben den Kasten“, verwies Streutgens auf weitere gute Torchancen seiner Elf und nahm gleichzeitig Bezug zu den nicht einfachen Bedingungen in Wissel. Zum Mann des Tages avancierte Gelderns Neuverpflichtung Kai Rietz, der innerhalb von nur sieben Spielminuten mit einem lupenreinen Hattrick das Spiel im Alleingang entschied – Qualitäten, mit denen der Goalgetter beim TSV Wachtendonk/Wankum in der Landesliga in der vergangenen Saison nicht viel Positives bewegen konnte.

SV Viktoria Goch II – SV Rindern 4:1

Der Spielausfall der ersten Mannschaft, deren Landesliga-Partie bei den Sportfreunden Broekhuysen nicht ausgetragen werden konnte, kam der Zweitvertretung der Viktoria gerade recht, sehr zum Leidwesen der Rinderner, die gegen die auf mehreren Positionen verstärkte Reserve der Schwarz-Roten auf verlorenem Posten stand. „Falscher Gegner zum falschen Zeitpunkt“, ärgerte sich SVR-Trainer Christian Roeskens, der seine Spieler aber ausdrücklich lobte, weil sie die Sache unter diesen Umständen sehr gut gemacht haben.

„Wir haben uns sehr schwer getan, insgesamt aber verdient gewonnen“, hatte Gochs Trainer Torsten Vöckel „einen nie gefährdeten Sieg“ gesehen. Nach der Zwei-Tore-Führung hatten die Gastgeber zwei Minuten vor der Pause die richtige Antwort auf den Rinderner Anschlusstreffer. Im zweiten Abschnitt beschränkten sich die Gocher mehr auf die Defensive und lauerten auf Konter, die sie aber nicht alle in Tore ummünzen konnten.

DJK Appeldorn – FC Aldekerk 1:1

. „Vor dem Spiel hätten wir für ein Unentschieden gegen den Tabellenzweiten unterschrieben. Wenn du dann den Ausgleich in der Nachspielzeit kassierst, ist das natürlich sehr ärgerlich, vom Spielverlauf her her geht das Unentschieden aber in Ordnung.“

Oliver Gatz, Co-Trainer der DJK Appeldorn, wirkte ziemlich gefasst nach der Punkteteilung, die sich die Gäste in letzter Minute gesichert hatten. „Wir holen glücklich einen Punkt, müssen aber vorher in Führung gehen, dann läuft das Spiel anders“, lautete das Fazit von Aldekerks Coach Peter Orlowski. Appeldorn überließ den Gästen meist das Spiel und verlegte sich aufs Kontern.

Aldekerk mühte sich zwar, hatte aber zu wenig Ideen, um die DJK-Abwehr in Schwierigkeiten zu bringen. „Die Tormöglichkeiten, die wir uns herausgespielt hatten, hätten wir konsequenter nutzen können. Hinten sah es aber auch das eine oder andere Mal abenteuerlich aus“, blickte Orlowski unzufrieden auf die Leistung seiner Mannschaft zurück. „Wir haben bis zum Schlusspfiff gefightet“, gewann er dem Spiel Positives ab.