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Reif für höhere Aufgaben

14.02.2012 | 17:32 Uhr
Reif für höhere Aufgaben
Schafften mit der Reserve der SSG Kevelaer den Aufstieg in die 2. Bundesliga: (von links:) Jennifer Woischwill, Denise Faahsen, Katharina Kösters, Birgit Lohmann, Carina Ermers und Jacqueline Rappenhöner.

Kevelaer.   Die „Erste“ der SSG Kevelaer hat den Klassenerhalt in der 1. Liga geschafft, da wollte die „Zweite“ ihr nicht nachstehen: Die „Jungen Wilden“ schafften nun den Durchmarsch in die 2. Bundesliga.

Reisen gehört neben dem Sportschießen in diesen Tagen zu den Pflichtaufgaben der Schützen der Schieß-Sport-Gemeinschaft Kevelaer. Vor drei Wochen schaffte die erste Mannschaft in Hannover den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga Luftgewehr. Nun war die Zweitvertretung an der Reihe. Denn mit dem Verbleib im Oberhaus war für die SSG-Reserve der Weg zur Relegation für die 2. Bundesliga frei.

In Bad Homburg stellten sich die SSG-Schützinnen als Rheinlandligameister den Wettkämpfen um die zwei Tickets für die 2. Bundesliga West. Ungeschlagen hatten sich die „jungen Wilden“ mit einem Durchschnittsalter von 18 Jahren für die Aufstiegsrunde qualifiziert. Und so mussten die Nachwuchsschützinnen mit der Favoritenrolle im Gepäck anreisen.

„Junge Wilde“ legen zu, wenn die Konkurrenz patzt

„Die Einschätzung war aufgrund der Saisonleistungen begründet, erleichtert eine Relegation für so junge Sportler aber nicht unbedingt“, so Trainer Rudi Joosten zur Ausgangslage. Doch die Bürde eines Favoriten steckten die Marienstädter gut weg. Die erst 16-jährige Katharina Kösters setzte gleich im ersten Wettkampf mit 392 Ringen eine erste Richtschnur in der Mannschaft. Und auf dieser Basis legten auch die Teamkolleginnen nach. Jacqueline Rappenhöner (389), Birgit Lohmann (387), Jennifer Woischwill (385) und Denis Faahsen (384) trugen zum Teamergebnis von 1937 Ringen bei.

Damit belegte die Mannschaft nach dem ersten Wettkampf den zweiten Platz. Während aber die sechs weiteren Mitkonkurrenten aus dem Rheinland, Westfalen und Hessen der Aufstiegsnervosität Tribut zollen mussten, konnten sich die Schützlinge von Trainer Rudi Joosten im zweiten Wettkampf sogar noch auf 1940 Ringe steigern (Lohmann 392, Rappenhöner 391, Kösters 388, Fahsen 385, Woischwill 384) und belegten den ersten Platz der Aufstiegsrunde. Abgesichert wurde das Team durch die Ersatzschützin Carina Ermers.

Durchmarsch von der Rheinlandliga in die 2. Liga

„Diese junge Mannschaft hat eine fantastische Saison mit dem Meistertitel und dem Sieg in der Relegation gekrönt. Ihre Leistungen sind absolut reif für die 2. Bundesliga“, attestierte Joosten dem Team, das nach nur einem Jahr in der Rheinlandliga den Durchmarsch in die Bundesliga geschafft hat. Die SSG hat nun zu den etablierten Mannschaften in der Bundesliga aufgeschlossen, die sowohl in Liga eins als auch in Liga zwei vertreten sind, und kann nun beide Mannschaften optimal verknüpfen. „Das ist der Beleg für unsere Leistungsbreite im Verein“, so Joosten und wertet dieses Kunststück auch als Bestätigung für die Trainingsarbeit der letzten Jahre.

Die Heimwettkämpfe tragen beide Bundesligateams der SSG gemeinsam am 17. November in der Dreifachturnhalle vor großem Publikum aus. „Wir haben im Aufstiegsjahr in der 1. Bundesliga viele Erfahrungen gewonnen und wollen uns im zweiten Jahr besser verkaufen“, ist Joosten zuversichtlich.

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