Quidditch erobert jetzt auch Kevelaer

Was wir bereits wissen
Das Jugend-Team des Kreissportbundes Kleve hat einen Aktionstag vorbereitet. Alle Jugendlichen zwischen zwölf und 16 Jahren dürfen sich am 28. Februar im Sportzentrum Hüls auf vielfältige Angebote freuen.

Kevelaer..  Wer sich am Samstag, 28. Februar, auf den Weg zum Sporttag nach Kevelaer macht, der sollte vorher sorgfältig seine Sporttasche gepackt haben. Mitzubringen sind nicht nur Hallenschuhe und bequeme Kleidung, sondern auch Badehose oder -anzug. Denn wer mag, kann sich beim Aktionstag des Kreissportbundes (KSB) Kleve auch beim Wasserball austoben. Das „J-Team“ lädt Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 16 Jahren ein, im Sportzentrum Hüls diverse Sportarten auszuprobieren.

„Es lohnt sich, pünktlich um 12 Uhr da zu sein, um den Einstieg nicht zu verpassen und möglichst viel vom Tag zu haben“, sagt Marcel Ernst von der Sportjugend des KSB. Mit „Erlebnissport“ starten alle Teilnehmer in den Tag. Danach haben die jungen Sportler die Qual der Wahl. Im Angebot befinden sich Klassiker wie Judo oder Wasserball, aber auch eher ungewöhnliche Sportarten, etwa Tauchen oder Quidditch. Wer dabei an Harry Potter denkt, liegt goldrichtig. „Das ist im Prinzip wie im Film, nur ohne Besen“, erklärt Marcel Ernst. In England und Irland sei der Sport schon sehr populär. Jetzt soll Quidditsch auch Kevelaer erobern. Wer einen Vorgeschmack haben möchte, kann sich im Internet entsprechende Videos anschauen.

Beim Angebot Behindertensport handelt es sich um ein Pilotprojekt. „Wir können im Vorfeld nicht abschätzen, ob es von den Jugendlichen angenommen wird“, erklärt Ernst. Dieses Thema ist ihm ans Herz gewachsen, nachdem er ein Wochenende zum Thema Inklusion bei der Deutschen Behindertensportjugend besucht hat. Gemeinsam mit der Behindertensportgemeinschaft Kleve können Jugendliche am 28. Februar herausfinden, ob sie mit einem Rollstuhl kleine Hindernisse überwinden können. Auf diese Weise soll der Umgang mit Rollstuhlfahrern unbefangener werden. Ernst: „Oft reichen die Reaktionen auf Menschen mit Behinderung von Nichtbeachtung bis zu übertriebener Hilfestellung.“

Schwerpunkt Gemeinschaftsgefühl

Ein Schwerpunkt des Sporttags liegt auf dem Gemeinschaftsgefühl. So sind mit Wasser- und Handball auch Mannschaftssportarten am Start. Wer sich richtig austoben möchte, der kann bei Zumba oder Frisbee ins Schwitzen geraten. Und wer so gar nichts mit Bouncerball anzufangen weiß, der wird sich wundern, dass er mit einem übergroßen Wattestäbchen bewaffnet kämpfen muss. Zwischen den Sporteinheiten gibt es immer wieder Zeiten zum Verschnaufen. Die Teilnehmer werden mit Obst und Gemüse als Zwischenmahlzeit versorgt, für den etwas größeren Hunger werden Sandwiches serviert – in der Gebühr von zehn Euro ist die Verpflegung bereits enthalten. Mit der Anmeldebestätigung erhalten die Jugendlichen auch eine „Packliste“, damit der Sporttag zum vollen Vergnügen wird.