Quartett kämpft um die Aufstiegsplätze

Kreis Kleve..  Das wird ein packendes Frühjahr für alle Fußballfreunde im Gelderland. An der Spitze der Kreisliga A hat sich ein Quartett festgesetzt, das in schöner Regelmäßigkeit die Plätze tauscht. Die Entscheidung, wer am Ende den Aufstieg in die Bezirksliga feiern darf, wird wahrscheinlich erst am letzten Spieltag fallen. Auch der Kampf um den Klassenerhalt lässt in Sachen Spannung keine Wünsche offen.

Die Hinrunden-Bilanz: Die größte Überraschung: Den ersten Paukenschlag gab es schon vor dem ersten Spieltag. Rheinwacht Erfgen zog seine Mannschaft mangels Masse aus der Kreisliga A zurück. Zu viele Spieler hatten die Rheinwacht verlassen. Mit dem Rest dieser Truppe hat Trainer Norman Lousée soeben die Herbstmeisterschaft in der Kreisliga C feiern können – mit der Maximalpunktzahl von 42. Dem Trend folgend wurde am 2. November auch Viktoria Goch III aus der Kreisliga A verabschiedet. Auch diesem Team ging das Personal aus, nachdem es in der zweiten Mannschaft einen Trainerwechsel gegeben hatte.

Gewinner der Hinrunde: Herbstmeister SV Walbeck hat sich als einer von insgesamt vier Absteigern aus der Bezirksliga am besten in der Kreisliga A zurecht gefunden. Zwar sind der FC Aldekerk als Tabellenzweiter oder Grün-Weiß Vernum als -vierter kaum schlechter, aber den Walbeckern muss man zugutehalten, dass sie die A-Liga von allen Absteigern am wenigsten kannten und sich doch schnell an das ungewohnte Terrain gewöhnten.

Verlierer der Hinrunde: Den eigenen Erwartungen läuft der TSV Weeze besonders weit hinterher. Als Kandidaten für den Bezirksliga-Aufstieg hatten viele Trainer der Konkurrenz die TSV-Auswahl auf dem Zettel, aber zu großen Teilen steckte bei den Weezern der Wurm drin. Dazu musste schon recht früh in der Saison der Trainer gewechselt werden. Kevin Minor gab aus zeitlichen Gründen das Amt an seinen Nachfolger Hartmut Bieck weiter. Immerhin hat der TSV im Oktober die Abstiegsränge dauerhaft verlassen können – liegt aber als Neunter immer noch gefährlich nahe an der Abstiegszone.

Die Meister und Aufsteiger: Einfacher wäre es, die Lottozahlen vor der Ziehung zu verkünden. An den ersten vier Mannschaften der Liga (SV Walbeck, FC Aldekerk, GSV Geldern und GW Vernum) führt in Sachen Aufstieg aber kein Weg vorbei. Das Quartett hat einen Vier-Punkte-Vorsprung auf den Rest des Feldes und wird den Sprung in die Bezirksliga unter sich ausmachen.

Die Absteiger: Zwei stehen in den Rückziehern Erfgen und Goch III schon fest. Ab Tabellenplatz zwölf beginnt die Zone der stark abstiegsbedrohten Teams. Der Kevelaerer SV als Zwölfter muss sieben Punkte auf den Rest des Feldes aufholen –hat aber in der Hinrunde erst neun Zähler geholt. Noch schlechter sieht es für Viktoria Goch II und Siegfried Materborn aus, die noch hinter dem KSV liegen. Je nach Geschick der Bezirksligisten müssen sich auch die DJK Appeldorn und der BV Sturm Wissel warm anziehen.