Platzverweis ist kein Segen
15.11.2009 | 22:20 Uhr 2009-11-15T22:20:00+0100Kellen. Ein Platzverweis muss nicht immer ein Segen für die dann in Überzahl spielende Mannschaft sein. Der dezimierte Gegner macht die Räume eng, igelt sich in der eigenen Hälfte ein und sucht sein Heil im Konterspiel.
Am Sonntag kickte Bezirksligist BV/DJK Kellen fast 75 lange Minuten mit einem Mann mehr, profitierte gegen Blau-Weiß Dingden davon aber nicht. Das 0:2 (0:0) gegen den Tabellenzweiten bedeutete stattdessen die zweite Heimniederlage in Serie.
Bereits in der 14. Minute sah Dingden-Schlussmann Dennis Wanders wegen eines Handspiels außerhalb des Strafraums die Rote Karte. Für ihn rückte mit Simon Touzri ein Angreifer zwischen die Pfosten, der bis zur B-Jugend Erfahrungen im Tor gesammelt hat. „Der Platzverweis hat uns aber leider nicht in die Karten gespielt”, wusste BV/DJK-Trainer Markus Dahms. Statt gegen die favorisierten Gäste selbst auf Konter zu setzen musste seine Truppe nun das Spiel machen. „Wir haben es dabei nicht verstanden, den Ball schnell laufen zu lassen”, kritisierte Dahms die Angriffsbemühungen der Gastgeber. Gute Chancen boten sich für den Fusionsklub aber dennoch. In der 23. Minute traf Stefan Klümpen nach einem Zuspiel von Stefan Ingenwerth den Ball nicht richtig, später ging eine Ingenwerth-Direktabnahme drüber (28.). Touzri hielt einen weiteren Klümpen-Schuss (44.).
Bei der ersten Torszene der Gäste köpfte Tim Hesseling aus fünf Metern vorbei (46.). Touzri indes verhinderte gegen Klümpen und beim Nachschuss von Ezra Böhm die Kellener Führung (50.). „Aus solchen Chancen muss ein Tor resultieren”, haderte Dahms.
Der Treffer fiel auf der Gegenseite: Sebastian Klein-Schmeinks Schuss landete abgefälscht zum Dingdener 1:0 im Netz (60.). Sämtliche Kellener Aktionen verpufften gegen eine gut organisierte Gäste-Abwehr. In der Nachspielzeit – Kellen-Keeper Jan Hendricks war bei einem Freistoß nach vorne geeilt – traf Dennis van Harten aus 70 Metern zum Endstand ins leere Tor.
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