Orlowski befürchtet „Schweinespiel“

Was wir bereits wissen
Fußball-Kreisliga A: Der Vierkampf um die beiden Aufstiegsplätze geht heute Abend in die nächste Runde. Spitzenreiter FC Aldekerk empfängt Sturm Wissel.

Kreis Kleve. In der Fußball-Kreisliga A Kleve-Geldern stehen die Absteiger praktisch schon fest – der Kevelaerer SV, Viktoria Goch II und Siegfried Materborn haben das rettende Ufer aus den Augen verloren. Um die beiden Aufstiegsplätze gibt es jedoch Woche für Woche ein Hauen und Stechen. Die vier Kandidaten auf den Sprung in die Bezirksliga kommen allesamt aus dem Südkreis.

TSV Weeze – DJK Twisteden (heute, 19.30 Uhr). Ein Spiel auf Augenhöhe erwarten sowohl Weezes Trainer Hartmut Bieck als auch sein Twistedener Kollege Andreas Raadts. Dies zeigte sich auch im Hinspiel, in dem sich die Tabellennachbarn beim 1:1 die Punkte teilten. Damals hatte Saka die Twistedener Führung durch Chris Kleuskens noch ausgeglichen.

SV Donsbrüggen – Siegfried Materborn (heute, 19.30 Uhr). Nur ungern erinnert sich SVD-Trainer Frank Bleisteiner an das Hinspiel. Seine Mannschaft zog mit 2:3 den Kürzeren – eins von lediglich zwei Erfolgserlebnissen der Siegfriedler im bisherigen Saisonverlauf. „Bei uns ist im Hinspiel einiges daneben gelaufen“ gibt Bleisteiner zu, der auf Wiedergutmachung aus ist. Einen Dreier bräuchte der SVD schließlich dringend. „Drei Unentschieden in Folge sind zwar schön, weil man dadurch noch ungeschlagen ist, aber bei der Drei-Punkte-Regelung sind die eben nicht viel wert“, so Bleisteiner. Gegen Materborn wäre alles andere als ein Erfolg der Gastgeber jedoch eine faustdicke Überraschung. Diese streben die Schützlinge von Ottmar Döllekes aber an, auch wenn der Siegfried-Trainer die Saison fast schon abgehakt hat. „Wir haben gar keine Chance mehr. Für uns geht es nur noch darum, uns möglichst versöhnlich zu verabschieden“, meint Döllekes. Auch die Stimmung im Team sei nicht die Beste. „Die Jungs haben momentan nicht viel Lust am Fußball“, gibt der Übungsleiter zu, der aber alles daran setzt, dies wieder zu ändern.

FC Aldekerk – BV Wissel (heute, 20 Uhr). Als „Schweinespiel“ betitelt Aldekerks Trainer Peter Orlowski die Begegnung mit dem BV Wissel. „Wenn du gewinnst, spricht keiner drüber. Wenn du stolperst, lachen sich alle kaputt“, begründet er diese Bezeichnung. Der FCA geht als klarer Favorit auf den Kunstrasen, muss aber mit einer kampfstarken Gäste-Elf rechnen, die mit dem Rücken zur Wand steht und jeden Zähler benötigt. Wissel möchte deswegen auch in Aldekerk etwas Zählbares mit nach Hause nehmen. „Wir wissen aber auch, dass es schwer wird und Aldekerk der klare Favorit ist“, gibt BV-Coach Mario Wessler zu.

SV Walbeck – DJK Appeldorn (heute, 19.30 Uhr). Tatenlos durfte Walbeck am letzten Sonntag mit ansehen, wie Verfolger Aldekerk beim 1:1 in Appeldorn patzte, aber dennoch die Tabellenspitze übernahm. Die Holla-Schützlinge wollen es gegen Appeldorn besser machen als der Konkurrent, dürften aber durch die letzten Resultate des Gegners gewarnt sein. Vor dem Remis gegen Aldekerk siegten sie in Geldern. „Wir kommen mit breiter Brust“, versichert Co-Trainer Oliver Gast.

SV Rindern – Concordia Goch (heute, 19.30 Uhr). „Wir wollen die Niederlage von Viktoria wettmachen, auch wenn das sicher alles andere als leicht wird“, hofft Rinderns Trainer Christian Roeskens auf ein Erfolgserlebnis. Positiv stimmen ihn die Einstellung der Truppe und die beiden Neuzugänge Pascal Franke (Groesbeek) und Daniel Cortez (SV Hö./Nie. II), die gut eingeschlagen haben. Die Concorden kommen nach dem Spielausfall ausgeruht zur Wasserburg und wollen nicht verlieren. „Unser Ziel ist es, etwas Zählbares mitzunehmen und den Abstand auf Rindern damit zu halten“, so Gochs Spielertrainer Stephan Gregor, der der Niederlage des Sportvereins beim designierten Absteiger Viktoria Goch II nicht allzu viel Bedeutung zuschreibt. Er erwartet trotzdem eine starke Rinderner Mannschaft. „Mit einigen habe ich ja noch zusammen in Warbeyen gespielt. In dem Team steckt viel Potenzial“, sagt Gregor und ist sich sicher: „Es wird ein engeres Spiel werden als in der Hinrunde.“

Grün-Weiß Vernum – Viktoria Goch II (heute, 19.30 Uhr). An zwei von vier Spieltagen der Rückrunde hatten die Gastgeber spielfrei. Somit geht die Rückrunde nun erst richtig los für die Grün-Weißen, die weiter die Bezirksliga im Blick haben und gegen die Gocher Reserve gewinnen wollen. „Allerdings wird Goch wohl Verstärkung von der spielfreien Landesliga-Mannschaft bekommen. Aber das darf für uns kein Hindernis sein, wenn wir in die Bezirksliga wollen“, meint GW-Coach Sascha Heigl.