Nütterden mit Standleitung zu Petrus

Langsam kommt ein komisches Gefühl in einem hoch. In Nütterden wird doch manipuliert oder anderweitig getrickst. Wie schafft der LN Nütterden das sonst immer? Seit 28 Jahren ist beim Eurorun um den Wolfsberg immer phänomenales Läuferwetter. „Tja, ich habe halt eine Standleitung zu Petrus“, scherzte gestern Gerd Aengenheister.

Kranenburg.. Denn auch heute schien die Sonne pausenlos und die kalte Luft war für die insgesamt 828 Läufer ein Segen. Theo Aymanns von der VfB Alemannia Pfalzdorf lief gestern erstmals die zehn Kilometer seit einer monatelangen Verletzungspause.

„Der Kopf wollte halt starten, die Füße weniger. Aber die Luft ist zum Laufen so angenehm“, gab der schnellste Landwirt des Kreises Kleve zu. Keine Frage also, ob Kopf oder die Füße gewannen. So lief er nach 38:25 Minuten auf den ersten Platz in seiner Altersklasse M 45. Schneller war der A-Jugendliche Erik van Rijsewijk, der für den niederländischen Klub Seven Hills Runing Team nach 33:57 Minuten den Gesamtsieg holte. Apropos holen. Zu holen gab’s an der Grundschule einiges.

Kuchen gegen den Los-Frust

Die Jüngsten des Vereins verkauften eimerweise Lose - gelohnt hat es sich für die Sieger, denn einige Glückspilze gingen mit einer Ballonfahrt oder einer nagelneuen Digitalkamera in der Tasche nach Hause. Wer ein weniger glückliches Händchen hatte, fand an der riesigen Kuchentheke sicherlich etwas Nervennahrung gegen den Frust. „Die über 100 Helfer leisten hier wirklich tolle Arbeit“, war Aengenheister zufrieden. Als ein wenig ausbaufähig befand er allerdings den Firmenlauf. Da dürften es in Zukunft mehr als nur 198 Starter sein, aber für die Premiere kann man nicht meckern.

Das tat auch Laurenz Thissen nicht. Die Stimme des Langlaufs moderierte auch gestern wieder mit viel Witz und brachte auch „Nicht-Athleten“ voll ins Bild. Als er über Knut Haavers Erfolg beim Loch-Ness-Marathon in Schottland berichtete – der Läufer des TSV Weeze hatte lediglich 3:04 Stunden benötigt – konnte man hören. „Ach, und der in dem gelb-blauen ist dieser Haaver, oder?“

Ja, genau der war er und er jagte seinem nächsten Sieg hinterher. Nach 1:15:05 Stunden gewann er den Halbmarathon.