Nordteams prüfen Aufstiegskandidaten

Was wir bereits wissen
Fußball-Kreisliga A: Während sich Siegfried Materborn beim Tabellenführer FC Aldekerk wenig ausrechnet, spekuliert Rinderns Trainer Christian Roeksens als Gast von Grün-Weiß Vernum auf einen Zähler

Kreis Kleve..  An der Spitze entwickelt sich ein Vierkampf um die beiden Aufstiegsplätze. Nur vier Punkte trennen Aldekerk, Walbeck, Vernum und Geldern. Am Tabellenende schöpft die Viktoria-Reserve nach den zuletzt erreichten Ergebnissen wieder Hoffnung, den Klassenerhalt doch noch zu schaffen.

DJK Appeldorn – DJK Twisteden. In Appeldorn weiß Spielertrainer Jens Hoffmann, wo der Hebel angesetzt werden muss. Denn zehn Gegentore in den letzten beiden Spielen sprechen eine deutliche Sprache. „Wir machen zu viele Fehler“, sagt er. Während der zuletzt gesperrte Bettray gegen Twisteden wieder dabei ist, stehen Fragezeichen hinter den Einsätzen von Michels und Peters.

Mit der DJK Twisteden kommt eine Mannschaft ins Zuckerstädtchen, die sich nach Aussage von Trainer Andreas Raadts die am Ostermontag „verschenkten Punkte“ mit einem Dreier zurückholen möchte. „Wir sind gewarnt, weil Appeldorn gegen Geldern eine Duftmarke gesetzt hat“, sagt Raadts. Das habe er genauso im Hinterkopf wie die zwei zuletzt hohen DJK-Schlappen. „Sie werden deshalb Probleme haben, selbstbewusst gegen uns aufzutreten“, glaubt Raadts.

FC Aldekerk – Siegfried Materborn. Auf die Frage, was sich Materborns Coach Ottmar Döllekes beim Gastspiel in Aldekerk erwartet, antwortete dieser: „Gar nichts.“ Nach ein paar Sekunden Bedenkzeit fügte er jedoch noch hinzu: „Nicht so hoch zu verlieren.“ Die vergangene Partie gegen DJK Twisteden habe den Schwarz-Gelben zwar Mut gemacht, „aber wenn wir ein Gegentor kassieren, gehen die Köpfe eben runter“, erklärt Döllekes. Das sei reine Kopfsache, die selbst Pep Guardiola nicht hinbekommen würde. Momentan ist Döllekes mehr damit beschäftigt, bereits die Weichen für die kommende Saison zu stellen, bei der er auch wieder Chefcoach in Materborn sein wird. Er wird wohl nicht umhin kommen, in Teilen eine neue Mannschaft zu bauen, „da einige Spieler bereits ihren Abschied angedeutet haben“.

TSV Weeze – BV Wissel. In Weeze treffen zwei Sieger des vergangenen Spieltags aufeinander. „Ich erwarte ein Duell auf Augenhöhe“, sagt Weezes Trainer Hartmut Bieck und geht davon aus, dass die Tagesform über Sieger und Verlierer entscheiden wird. Dass es eine enge Geschichte werden könnte, vermutet auch Wissels Trainer Mario Wessler. „Das wird ein schwieriges Spiel für uns. Weeze ist nicht zu unterschätzen und mit Vorsicht zu genießen.“ Allerdings strotzt Wissel nach dem 4:1-Sieg gegen den hoch gehandelten Aufstiegsaspiranten SV Walbeck nur so vor Selbstbewusstsein. „Aber so etwas wiederholt sich nicht so oft“, weiß Wessler, der trotzdem mit Zuversicht nach Weeze reist.

Grün-Weiß Vernum – SV Rindern. „Wir haben ein großes Ziel vor Augen“, sagt Vernums Trainer Sascha Heigl, der dazu in die Knie gezwungen werden soll. „Rindern ist nicht zu unterschätzen. Wir müssen konzentriert bleiben“, warnt Heigl davor, die „Zebras“ nicht ernst zu nehmen. Rinderns Trainer Christian Roeskens spekuliert mit einem Zähler, dem er einem von vier Aufstiegsaspiranten aus dem Kreuz leiern möchte. Richtschnur ist dabei das 3:3 in Twisteden. An die Hinrundenpartie in Rindern erinnert sich Roeskens aber gerne. „Das war unsere stärkste erste Halbzeit in dieser Saison. Wir haben nur leider keine Tore erzielt“, sagt Roeskens.

Kevelaerer SV – Concordia Goch. Im Hinspiel waren es die Kevelaerer, die den so fulminant mit sechs Siegen gestarteten Concorden als Erste beim 2:2 ein Bein stellen konnten. „Daran sieht man, dass da was geht“, stellt KSV-Obmann Jean Kamps fest. Gochs Stephan Gregor verweist auf die Tabelle und spricht dem Abstiegskandidaten Kevelaer den größeren Druck zu. „Auch wenn der Zug meines Erachtens für uns nach ganz oben abgefahren ist, wollen wir noch ein paar Punkte sammeln“, bestätigt Gregor weiterhin Siegeswillen.

SV Donsbrüggen – Viktoria Goch II. Donsbrüggens Trainer Frank Bleisteiner ist ganz gespannt, mit welchen Akteuren die Gocher auflaufen werden. Aber egal, wie die Formation der Schwarz-Roten aussieht, möchte er, dass seine Mannen den Gegner attackieren und zu Fehlern zwingen. Sieben Punkte holte die Viktoria-Reserve aus den letzten drei Partien und verringerte damit den Abstand zum rettenden Ufer. „Wir wollen den Aufwärtstrend mitnehmen“, hofft Gochs Trainer Torsten Vöckel, auch wenn er die Aufgabe als „sehr schwierig“ einstuft.

Anstoß: Alle Spiele werden am Sonntag um 15 Uhr angepfiffen. Spielfrei: SV Walbeck, GSV Geldern.